Meinung

Mit Gott gegen Google

Irans Regime hat Großes vor, ja Überirdisches. Dieses Mal geht es nicht um Waffen wie todbringende Drohnen oder bombenfähige Nuklearanlagen, sondern um die Vorherrschaft in der digitalen Welt. Die Mullahs wollen, das hat ein Funktionär am Sonntag angekündigt, bis 2012 eine eigene Internetsuchmaschine entwickeln. Die Antwort der Islamischen Republik und ihrer selbst ernannten Hüter auf eine westliche Supermacht namens Google. Schneller, sicherer und möglichst allwissend lautet die Devise. Kein Wunder, dass dafür göttlicher Beistand benötigt wird. Und so hat das Vorhaben einen vielversprechenden persischen Namen bekommen: Ya Haq’ soll die Google-Alternative heißen, auf gut Deutsch: Oh Herr. Das muss man sich dann wohl so vorstellen: Wird künftig in das Suchfeld »Israel« eingegeben, folgt die Frage »Meinten Sie ›zionistisches Gebilde‹«? Bei »Sex« ebenfalls null Einträge, dafür aber das Angebot, alle Ergebnisse zum Begriff »Steinigung« anzuzeigen. Und »Demokratie«? Da erscheint der ewig lächelnde große Führer Mahmud Ahmadinedschad. So hätten es Teherans Machthaber gerne. Eine Zensurmaschine, die die grüne Opposition und alle anderen Regimegegner hilf- und mutlos machen soll. Fragt sich nur, welchem Herrn das wirklich dient.

Berlin

SPD für Koalition mit Linken und Grünen

Nach den erfolgreichen Sondierungen in Berlin sind nun die Parteigremien gefragt. Zuerst gab die SPD grünes Licht für Koalitionsverhandlungen

 19.10.2026

Elif Eralp

Meinung

Sprengsatz im Berliner Kessel

Was brodelt in der Berliner Linken – und warum wollen SPD und Grüne mit ihr regieren?

von Peter Hesse  19.10.2026

Israel

Benny Gantz steigt aus dem Wahlkampf aus

Benny Gantz’ Bündnis Blau-Weiß drohte, an der Hürde für den Parlamentseinzug zu scheitern. Nun will der Oppositionspolitiker Berichten zufolge nicht mehr antreten.

 19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 19.10.2026

Frankreich

Dobrindt warnt vor Bündnis aus Linksextremisten und radikalen Migrantenmilieus

Der Bundesinnenminister sieht in den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich eine Gefahr, die auch Deutschland betreffen könnte

 19.10.2026

Anschlagsvorbereitungen

Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und israelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Nach ihrer Verurteilung in Hamburg vor wenigen Tagen reagiert das Außenministerium in Berlin

 19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

London

Israel-Unterstützerin gerät wegen ihres Engagements ins Visier der Polizei

Holly Passmore wurde nach einem Aufenthalt in Israel von zwei Polizisten befragt

 19.10.2026