Meinung

Mit Gott gegen Google

Irans Regime hat Großes vor, ja Überirdisches. Dieses Mal geht es nicht um Waffen wie todbringende Drohnen oder bombenfähige Nuklearanlagen, sondern um die Vorherrschaft in der digitalen Welt. Die Mullahs wollen, das hat ein Funktionär am Sonntag angekündigt, bis 2012 eine eigene Internetsuchmaschine entwickeln. Die Antwort der Islamischen Republik und ihrer selbst ernannten Hüter auf eine westliche Supermacht namens Google. Schneller, sicherer und möglichst allwissend lautet die Devise. Kein Wunder, dass dafür göttlicher Beistand benötigt wird. Und so hat das Vorhaben einen vielversprechenden persischen Namen bekommen: Ya Haq’ soll die Google-Alternative heißen, auf gut Deutsch: Oh Herr. Das muss man sich dann wohl so vorstellen: Wird künftig in das Suchfeld »Israel« eingegeben, folgt die Frage »Meinten Sie ›zionistisches Gebilde‹«? Bei »Sex« ebenfalls null Einträge, dafür aber das Angebot, alle Ergebnisse zum Begriff »Steinigung« anzuzeigen. Und »Demokratie«? Da erscheint der ewig lächelnde große Führer Mahmud Ahmadinedschad. So hätten es Teherans Machthaber gerne. Eine Zensurmaschine, die die grüne Opposition und alle anderen Regimegegner hilf- und mutlos machen soll. Fragt sich nur, welchem Herrn das wirklich dient.

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026

London

Starmer verweigert US-Zugriff auf britische Stützpunkte für möglichen Iran-Angriff

Die Nutzung des strategisch wichtigen Stützpunkts Diego Garcia ist Teil der US-Pläne für einen möglichen Angriff. Dieser darf jedoch nur mit Zustimmung der britischen Regierung genutzt werden

 20.02.2026

Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba kündigt das Vorhaben an. Der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu fiel bei der »Operation Thunderbolt« 1976 in Entebbe

von Imanuel Marcus  20.02.2026

Andrews-Luftwaffenbasis

Zehn Tage bis zwei Wochen: Trump setzt Iran Frist

»Sie müssen ein Abkommen schließen. Wenn das nicht passiert, werden schlimme Dinge geschehen«, sagt der amerikanische Präsident

 20.02.2026

Washington D.C./Gaza

Trotz Milliardenzusage: Zweifel an Trumps Gaza-Friedensplan

Der US-Präsident hat Milliardenhilfen seines umstrittenen Friedensrats für Gaza angekündigt. Doch die Frage der Entwaffnung der Hamas bleibt ungelöst. Und die Terroristen haben eigene Forderungen

 20.02.2026

Essay

Iran ist nicht das islamistische Regime. Iran, das seid ihr!

Eine Verneigung vor dem Mut der freiheitsliebenden Menschen im Iran und in der iranischen Diaspora

von Sarah Maria Sander  19.02.2026

Washington D.C.

Steht ein US-Militärschlag gegen Iran kurz bevor?

Das US-Militär wäre amerikanischen Berichten nach in der Lage, bereits an diesem Wochenende Angriffe auf iranische Ziele zu starten

 19.02.2026

Sanktionen

EU setzt Revolutionsgarden auf Terrorliste

Um an der Macht zu bleiben, hat Irans Führung Massenproteste brutal niedergeschlagen. Nun ist in der EU als Reaktion darauf eine Entscheidung offiziell, die jahrelang nicht möglich war.

 19.02.2026

Warschau

Polen ruft seine Bürger zum Verlassen des Iran auf

Die Regierung warnt vor einem drohenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Donald Tusk fordert die Bürger auf, sofort aus dem Land auszureisen. Eine Evakuierung könnte bald unmöglich sein

 19.02.2026