Aschaffenburg

Mehrere Stolpersteine mit ätzender Flüssigkeit übergossen

Der Aschaffenburger Stiftsplatz Foto: picture alliance / DUMONT Bildarchiv

In Aschaffenburg sind mehrere sogenannte Stolpersteine mit einer unbekannten, offenbar ätzenden Flüssigkeit übergossen worden. Die genaue Anzahl der Steine und ob ein Sachschaden entstanden ist, war am Montag noch unklar. Nun ermittle die Kriminalpolizei Aschaffenburg, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Montag mit.

Am Freitagmittag wurden die Attacken auf die Stolpersteine gemeldet. Polizei und Feuerwehr stellten daraufhin fest, dass mehrere Steine übergossen wurden und dadurch die Oberfläche angegriffen wurde. Wie es weiter hieß, müssen die Attacken vergangene Woche stattgefunden haben. Genauer könne der Tatzeitraum nicht eingegrenzt werden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Das Stolpersteine-Projekt startete im Jahr 1992 und ist mit mehr als 75.000 Steinen in mehr als 25 Ländern das größte dezentrale Mahnmal weltweit. Stolpersteine sind in das Gehwegpflaster eingelegte rund zehn mal zehn Zentimeter große Gedenksteine aus Messing. Sie erinnern vor früheren Wohnorten an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, erniedrigt oder ermordet wurden. Das Projekt wurde vom Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. epd

Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus

Der Kampf ums Rote Rathaus

Wer in der Hauptstadt neuer Regierender Bürgermeister wird, ist offen – CDU und Linke liefern sich ein enges Rennen

von André Anchuelo  16.09.2026

Kommentar

Hohe Feiertage, wichtige Wahl

Die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern wählen am 20. September ihr Parlament. Wird der besorgniserregende Trend, der in Sachsen-Anhalt zu beobachten war, fortgesetzt und verfestigt?

von Juri Rosov  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026

Landtagswahl in MV

Zwischen Engagement und Frust: Besuch in einer AfD-Hochburg

Peenemünde ist ein 400-Seelen-Ort an der deutschen Ostseeküste. Bei der vergangenen Wahl haben hier besonders viele Menschen die AfD gewählt. Und dieses Mal? Ein Besuch kurz vor der Landtagswahl

von Lilli Förter, Helena Dolderer, Verena Schmitt-Roschmann  16.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 16.09.2026

Berlin

Deutscher Freundeskreis der Bar-Ilan-Universität gegründet

»Wissenschaft lebt von Offenheit und Zusammenarbeit«, sagt Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

 16.09.2026

Washington D.C.

Vance: Iran-Krieg tritt in wenigen Monaten in neue Phase ein

Was wollen die USA in der nächsten Phase des Krieges erreichen?

 16.09.2026

Washington D.C.

USA plant Milliarden-Waffenverkauf an Israel

Die Hintergründe

 16.09.2026

Berlin

Kabinett berät über Maßnahmen für mehr Schutz gegen islamistischen Terror

Sicherheitsinteressen sollen bei Bewährungsentscheidungen stärker zählen und gefährliche Körperverletzungen mit Messern als Verbrechen gewertet werden. Was der neue Maßnahmenkatalog vorsieht

 16.09.2026