Hannover

Massive Störungen bei Vortrag einer 79-jährigen Israelin

Foto: picture alliance/dpa

Eine 79-Jährige aus der Kibbuz-Bewegung in Israel ist in Hannover von israelfeindlichen Aktivisten bei einem Vortrag massiv gestört worden.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di vom Freitag war die Gruppe am Vorabend überraschend im Vortragssaal aufgetaucht. Sie habe durch Zwischenrufe, Videoaufnahmen, Beleidigungen und das laute Abspielen von Musik die Veranstaltung gestört. Schließlich habe die Polizei eingreifen müssen. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorfall.

Ver.di und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Hannover hätten als Veranstalter ihr Hausrecht angewendet und versucht, die Störer des Saales zu verweisen, sagte sie. Als das nicht den gewünschten Erfolg brachte, sei die Polizei eingeschaltet worden.

Anzeige wegen Beleidigung

Inzwischen ermittle der Staatsschutz. Die Zwischenrufe selbst waren laut der Sprecherin nicht strafrechtlich relevant. Jedoch gebe es eine Anzeige gegen einen 24-Jährigen wegen Beleidigung.

Die Veranstalter verurteilten die Störungen. Die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer sprach von einer neuen Dimension von Übergriffen auf israelische Mitbürgerinnen und Mitbürger und diejenigen, die diese unterstützten. »Für antisemitische Parolen gilt bei uns die Null-Toleranz-Linie«, betonte sie. epd/ja

Paris

Antisemitische Verschwörungsmythen machen Juden für Ausschreitungen verantwortlich

Die NGO Combat Antisemitism Movement untersuchte Hunderte Beiträge auf der Plattform X. Das Ergebnis ist alarmierend, aber nicht überraschend

 21.10.2026

Mirjam Zadoff

Leiterin verlässt NS-Dokuzentrum München

Die Innsbruckerin geht zum 1. März 2027 ans Haus der Geschichte Österreich in Wien

 21.10.2026

Washington D.C./Jerusalem

Trump soll Netanjahu von neuem Großangriff auf Iran abgehalten haben

Die geplante Offensive sollte umfangreicher ausfallen als der gemeinsame israelisch-amerikanische Militäreinsatz im Februar

 21.10.2026

Berlin

Demonstranten kleben sich vor Rüstungsunternehmen fest

Die Aktivisten wollen damit gegen Waffenlieferungen nach Israel protestieren

 21.10.2026

Berlin/Augsburg

Volker Beck: Agieren von Grünen und SPD »unverständlich«

»Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden«, sagt der DIG-Präsident

 21.10.2026

Jerusalem

Schicksalswahl in Israel: Es geht um mehr als Netanjahu

Kann der heutige Ministerpräsident trotz des Versagens vom 7. Oktober und dreier harter Kriegsjahre seine Macht behaupten? Oder gelingt es der liberaleren Opposition, ihn nach Jahren an der Regierungsspitze abzulösen?

von Sara Lemel  21.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 21.10.2026 Aktualisiert