Hannover

Massive Störungen bei Vortrag einer 79-jährigen Israelin

Foto: picture alliance/dpa

Eine 79-Jährige aus der Kibbuz-Bewegung in Israel ist in Hannover von israelfeindlichen Aktivisten bei einem Vortrag massiv gestört worden.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di vom Freitag war die Gruppe am Vorabend überraschend im Vortragssaal aufgetaucht. Sie habe durch Zwischenrufe, Videoaufnahmen, Beleidigungen und das laute Abspielen von Musik die Veranstaltung gestört. Schließlich habe die Polizei eingreifen müssen. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorfall.

Ver.di und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Hannover hätten als Veranstalter ihr Hausrecht angewendet und versucht, die Störer des Saales zu verweisen, sagte sie. Als das nicht den gewünschten Erfolg brachte, sei die Polizei eingeschaltet worden.

Anzeige wegen Beleidigung

Inzwischen ermittle der Staatsschutz. Die Zwischenrufe selbst waren laut der Sprecherin nicht strafrechtlich relevant. Jedoch gebe es eine Anzeige gegen einen 24-Jährigen wegen Beleidigung.

Die Veranstalter verurteilten die Störungen. Die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer sprach von einer neuen Dimension von Übergriffen auf israelische Mitbürgerinnen und Mitbürger und diejenigen, die diese unterstützten. »Für antisemitische Parolen gilt bei uns die Null-Toleranz-Linie«, betonte sie. epd/ja

Vereinte Nationen

Guterres-Nachfolge: Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Krieg

Trump verlängert Feuerpause mit dem Iran

Nur einen Tag zuvor hatte der US-Präsident den Schritt als sehr unwahrscheinlich bezeichnet

 22.04.2026

Waffenruhe

Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln

Seit Tagen steht im Iran-Krieg eine Frage im Fokus: Kommt es zu neuen Verhandlungen in Pakistan? Trump gibt sich optimistisch – auch was eine mögliche Einigung angeht

 21.04.2026

Hessen

Bundesrats-Vorstoß: Leugnung des Existenzrechts Israels bestrafen

Hessen will das Leugnen des Existenzrechts Israels bundesweit unter Strafe stellen. Ein entsprechender Entwurf ist bereits vorbereitet. Er soll im Mai in der Länderkammer in Berlin eingebracht werden

von Christof Bock  21.04.2026

Luxemburg

Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe ist unklar, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der deutsche Außenminister richtet nun einen Appell an Teheran

 21.04.2026

Rom

Entschädigungsstreit: Italien stärkt ausländische NS-Opfer

Es waren grausame Taten an jenem Juni-Tag 1944, als im griechischen Dorf Distomo SS-Einheiten Zivilisten töteten. Um Entschädigungen wird noch gestritten. Nun hat Italiens höchstes Gericht geurteilt

 21.04.2026

Berlin

Kulturstaatssekretär Friederici muss gehen

Die Vergabe von Fördergeld gegen Antisemitismus sorgt schon länger für Wirbel. Nun hat der Vorgang personelle Konsequenzen

 21.04.2026

München

CSU-Fraktion und jüdische Studenten fordern entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek sagt, Judenhass müsse unabhängig davon bekämpft werden, ob er von rechts, von links oder islamistisch motiviert sei: »Lippenbekenntnisse reichen nicht.«

 21.04.2026

Teheran

Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Protesten

Nach Spionagevorwürfen hatte die iranische Justiz am Montag zwei Männer exekutieren lassen. Nun wird ein weiteres Urteil vollstreckt

 21.04.2026