Hannover

Massive Störungen bei Vortrag einer 79-jährigen Israelin

Foto: picture alliance/dpa

Eine 79-Jährige aus der Kibbuz-Bewegung in Israel ist in Hannover von israelfeindlichen Aktivisten bei einem Vortrag massiv gestört worden.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di vom Freitag war die Gruppe am Vorabend überraschend im Vortragssaal aufgetaucht. Sie habe durch Zwischenrufe, Videoaufnahmen, Beleidigungen und das laute Abspielen von Musik die Veranstaltung gestört. Schließlich habe die Polizei eingreifen müssen. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorfall.

Ver.di und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Hannover hätten als Veranstalter ihr Hausrecht angewendet und versucht, die Störer des Saales zu verweisen, sagte sie. Als das nicht den gewünschten Erfolg brachte, sei die Polizei eingeschaltet worden.

Anzeige wegen Beleidigung

Inzwischen ermittle der Staatsschutz. Die Zwischenrufe selbst waren laut der Sprecherin nicht strafrechtlich relevant. Jedoch gebe es eine Anzeige gegen einen 24-Jährigen wegen Beleidigung.

Die Veranstalter verurteilten die Störungen. Die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer sprach von einer neuen Dimension von Übergriffen auf israelische Mitbürgerinnen und Mitbürger und diejenigen, die diese unterstützten. »Für antisemitische Parolen gilt bei uns die Null-Toleranz-Linie«, betonte sie. epd/ja

Ausgerechnet am 7. Oktober

Greta Thunberg marschiert mit Terror-Unterstützern und Israelfeinden

Drei Jahre nach den Massakern der Hamas gab es in Berlin israelfeindliche Proteste. Mit dabei: die einstige Klima-Ikone Greta Thunberg

 07.10.2026

Berlin

Julia Klöckner ruft zum Kampf gegen Antisemitismus auf

Die Bundestagspräsidentin erinnert an die Opfer des 7. Oktober 2023 in Israel. Ihre Botschaft: Antisemiten müssten in die Schranken gewiesen werden

 07.10.2026

Bettina König (SPD), Kerstin Wolter (Die Linke) und Nina Stahr (Grüne, v.l.) vor dem ersten Vorsondierungsgespräch, 1. Oktober

Nach der Wahl

Linke, Grüne und SPD in Berlin beraten über Umgang mit Antisemitismus

Die Regierungsbildung ist noch nicht richtig in Gang gekommen. Nun treffen sich Linke, Grüne und SPD zu einem dritten Vorgespräch – an einem historischen Tag. Prominente warnen vor Rot-Grün-Rot

 07.10.2026

Meinung

Magdeburg: Versagen der Demokraten

Nach der Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt: Wie der Vormarsch der Rechtsextremen weitergeht, hängt auch von den demokratischen Parteien ab. Jetzt wären Zusammenhalt, Disziplin und Führung gefragt

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  07.10.2026

Islamismus

Studie: Nach Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg verlagern sich Netzwerke nach Frankfurt

Einer neuen Untersuchung von American Jewish Committee Berlin und democ zufolge bestehen die Strukturen des vom Iran gesponserten schiitischen Islamismus in Deutschland fort

 07.10.2026

Berlin

Fischer, Thierse, Altmaier – Prominente warnen vor Rot-Grün-Rot

Frühere Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und CDU wenden sich gegen eine Koalition mit der Linkspartei in der Hauptstadt. Sie sähen gemeinsame Grundüberzeugungen zu Rechtsstaat und Demokratie nicht gesichert, heißt es in einem Appell

 07.10.2026

Berlin

Initiative von Jüdinnen und Juden wendet sich gegen Koalition mit der Linken

Mit einem offenen Brief an Vertreter von SPD und Grünen in Berlin und auf Bundesebene sowie ihre Fraktionsmitglieder warnen die Unterzeichnenden vor einer Regierung mit der Linkspartei in der Hauptstadt

 07.10.2026

Justiz

Fast 12.500 Strafverfahren zum Nahost-Konflikt in Berlin

Seit dem Terrorangriff auf Israel hat der Antisemitismus zugenommen. Keine Woche vergeht in Berlin ohne Demonstrationen zum Gaza-Krieg. Wie aufgeheizt die Stimmung ist, zeigen auch Zahlen der Justiz

 07.10.2026