Belgien

Makkabi Deutschland verurteilt Ausschluss israelischer Teams

In St. Paul (Minnesota) fängt David Woods von Chicago Union den Frisbee. Das Team besiegt Minnesota Windchill mit 25:20. (Symbolbild) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Vergangene Woche sind beim »Ultimate Frisbee Turnier« der »European Youth Ultimate Championships« in Belgien die israelischen U17-Jugendteams ausgeschlossen worden. Der jüdische Sportdachverband Makkabi Deutschland wirft den Organisatoren der Meisterschaft und der Stadt Gent nun eine »Kapitulation vor antisemitischen Hassdemonstrationen« vor.

Die Veranstalter und die Stadtverwaltung hatten Sicherheitsbedenken als Grund für den Ausschluss angeführt. Dazu erklärte Makkabi Deutschland: »Was aktuell auf dem Rücken der israelischen Nachwuchsteams ausgetragen wird, hat weder mit Sicherheitsbedenken noch mit Fair Play zu tun.«

Laut Makkabi ist dies nicht der erste Fall dieser Art in Belgien. Vor wenigen Wochen habe der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close erklärt, das ursprünglich im September vorgesehene UEFA Nations League-Fußballspiel der Männer zwischen Belgien und Israel könne nicht in Brüssel ausgetragen werden. Auch damals seien »angebliche Sicherheitsgründe« angeführt worden, so die Organisation.

Terror und Reaktion

Die Organisatoren des »Ultimate Frisbee Turniers« hätten zudem geltend gemacht, dass der Ausschluss der Israelis auf Empfehlung der lokalen Sicherheitsbehörden erfolgt sei. Sie hätten »Sicherheitsrisiken aufgrund des Hamas-Terrors und der militärischen Reaktion Israels im Nahen Osten« befürchtet.

Aus diesem Grund seien Spiele mit israelischer Beteiligung auf einer anderen Sportanlage erfolgt. Schon dies stelle eine »unverhältnismäßige Separierung der israelischen Delegation« dar, schreibt Makkabi Deutschland. Dann, als unbekannte Täter antiisraelische Parolen auf dem Gelände hinterlassen hätten, sei israelischen Teams die Teilnahme ganz verboten worden.

Lesen Sie auch

Diese Botschaft sei »ein trauriges Paradebeispiel für doppelte Standards an den Staat Israel und dessen Dämonisierung und Delegitimierung, infolge derer die jüdische Community weltweit einen eklatanten Anstieg antisemitischer Vorfälle« erfahre, hieß es in der Erklärung von Makkabi Deutschland.

Israelhass und Antisemitismus

Israel sei erneut »auf unfaire Weise« von einem internationalen Sportereignis ausgeschlossen worden. »Ohne Not oder Zwang« sei die »European Ultimate Federation« vor dem »globalen aktivistischen Israelhass und Antisemitismus« eingeknickt.

»Wir bedauern das Versagen der belgischen Behörden sowie der sportpolitischen Verantwortlichen und mahnen eindringlich vor einer weiteren Eskalation, in der antisemitische Gewalt- und Ausgrenzungsmechanismen sowie Boykott-Forderungen im organisierten Sport immer weiter salonfähig gemacht werden«, so Makkabi Deutschland.

Die Organisation sieht eine »besorgniserregende Dynamik« innerhalb der Sportlandschaft. Die Botschaft »Bring them Home« werde als politische Äußerung untersagt, was unter anderem beim U21-Fußballländerspiel der Männer zwischen Deutschland und Israel in Halle am 26. März passiert sei. Zugleich erfolge aufgrund von Boykottforderungen die Ausgrenzung israelischer und jüdischer Athleten.

Antisemitische Einflüsse

Makkabi Deutschland forderte, die internationale Sportgemeinschaft müsse anti-israelischen und antisemitischen Einflüssen Einhalt gebieten. Die Organisation kündigte an, sie werde weiterhin intervenieren und Organisatoren von Sportevents in Hinblick auf mögliche Sicherheitsvorkehrungen für israelische Teams beraten.

Für das UEFA Nations League Fußballspiels zwischen Belgien und Israel in Brüssel im September will der Verband versuchen, »eine positive Wendung« zu erreichen. ja

Jerusalem/Washington

Israels Generalstabschef Ejal Zamir: »Viele weitere Tage des Kampfes liegen vor uns«

Auch US-Präsident Trump gibt eine Schätzung ab, wie lange die Kämpfe weitergehen könnten

 01.03.2026

Iran

Trump: »Sie wollen reden, also werden wir reden«

Nach dem gemeinsamen Angriff der USA und Israel auf den Iran hat sich der amerikanische Präsident gesprächsbereit gezeigt

 01.03.2026

Iran

IDF: Chamenei war der Letzte auf der Terroranführer-Liste des 7. Oktober

Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass mit Chamenei der letzte der für die Massaker des 7. Oktober verantwortlichen Anführer eliminiert sei

 01.03.2026

Sicherheitslage

Merz sieht keine »sehr große Gefährdung« in Deutschland

Der Bundeskanzler versichert: »Wir werden antisemitische oder antiamerikanische Angriffe auf deutschem Boden nicht dulden«

 01.03.2026

Krieg zwischen Iran und Israel

»Als sich das Blatt wendete«

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt zum Tod von Ali Chamenei: »Dies ist der Moment, auf den das iranische Volk seit einem halben Jahrhundert gewartet hat«

 01.03.2026

Krieg

Schiffe vor Küste Omans angegriffen

Der Öltanker »Skylight« soll etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam getroffen worden sein

 01.03.2026 Aktualisiert

Krieg

Irans Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad getötet

Die staatliche Nachrichtenagentur Ilna berichtet, der Politiker sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen

 01.03.2026 Aktualisiert

Luftfahrt

Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER

 01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026