Meinung

Le Pens Maskerade

Nach einem Rechtsextremismus mit menschlichem Antlitz muss man lange suchen. Aber ein telegenes Gesicht haben sich die französischen Nationalisten zugelegt: Jüngst wurde die blonde und schneidige Marine Le Pen als Nachfolgerin ihres berüchtigten Vaters zur Vorsitzenden der Front National gekürt. Die 42-Jährige präsentiert sich modern: für Abtreibung, für Schwulenrechte und für die Trennung von Staat und Religion. Offenen Antisemitismus lässt sie außen vor. Aber was als Einsatz für eine moderne Gesellschaft erscheint, entpuppt sich als Aktivismus gegen Muslime. Besonders gefährlich ist dies, weil Präsident Nicolas Sarkozy ein Bündnis mit den aufgehübschten Rechten als letzte Option für den Machterhalt ziehen könnte. Der künftige Front-Ehrenpräsident Jean-Marie Le Pen hat sich indes standesgemäß vom Vorsitz verabschiedet: Nachdem ein jüdischer Journalist beim Parteitag hinausgeworfen worden war, rief der Senior seinen johlenden Anhängern zu: »Ob er jüdisch war oder nicht, haben weder sein Ausweis noch seine Nase verraten.«

Der Autor arbeitet als Lektor und Übersetzer in Berlin.

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

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Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

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Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

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Vor den Kongress-Wahlen am Dienstag haben US-Kampfflugzeuge eine Stellung der Revolutionsgarden attackiert

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Staatsangehörigkeit

170.000 Anträge von NS-Verfolgten und Nachfahren auf Einbürgerung

Immer mehr Menschen beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft über die sogenannte Wiedergutmachungs-Einbürgerung - fast die Hälfte der Anträge kommen aus Israel

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

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»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026