Meinung

Le Pens Maskerade

Nach einem Rechtsextremismus mit menschlichem Antlitz muss man lange suchen. Aber ein telegenes Gesicht haben sich die französischen Nationalisten zugelegt: Jüngst wurde die blonde und schneidige Marine Le Pen als Nachfolgerin ihres berüchtigten Vaters zur Vorsitzenden der Front National gekürt. Die 42-Jährige präsentiert sich modern: für Abtreibung, für Schwulenrechte und für die Trennung von Staat und Religion. Offenen Antisemitismus lässt sie außen vor. Aber was als Einsatz für eine moderne Gesellschaft erscheint, entpuppt sich als Aktivismus gegen Muslime. Besonders gefährlich ist dies, weil Präsident Nicolas Sarkozy ein Bündnis mit den aufgehübschten Rechten als letzte Option für den Machterhalt ziehen könnte. Der künftige Front-Ehrenpräsident Jean-Marie Le Pen hat sich indes standesgemäß vom Vorsitz verabschiedet: Nachdem ein jüdischer Journalist beim Parteitag hinausgeworfen worden war, rief der Senior seinen johlenden Anhängern zu: »Ob er jüdisch war oder nicht, haben weder sein Ausweis noch seine Nase verraten.«

Der Autor arbeitet als Lektor und Übersetzer in Berlin.

Koalitionsverhandlungen

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Bisher hat sich der SPD-Chef zurückgehalten, was die Berliner Koalitionsverhandlungen angeht. Jetzt macht er klar, was er von der Linken erwartet

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USA

»Viele jüdische Wähler haben mit zugehaltener Nase abgestimmt«

Der jüdische Rechtsanwalt und Historiker Michael Traison über den Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms und die möglichen Folgen für Amerikas Beziehungen zu Israel

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Iran erfreut über Trumps Wahlniederlage

Nach der Wahlniederlage der Republikaner in den USA meldet sich die iranische Spitze. Auch vom obersten Führer Modschtaba Chamenei werden Worte veröffentlicht

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Meinung

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Ayala Goldmann freut sich über die Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt und ist gespannt auf das Programm

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Sachsen-Anhalt

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Persischer Golf

Bericht: Vier Tanker in Straße von Hormus durch Minen zerstört

Die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge ist für Schiffe weiterhin gefährlich. Erneut trifft es dort Tanker - und die Umwelt

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Meinung

Antizionisten als Königsmacher?

Die arabischen Parteien könnten Gadi Eisenkot zu Israels Regierungschef machen. Doch es gibt gewichtige Gründe, die gegen eine Koalition sprechen

von Zeev Avrahami  04.11.2026