Meinung

Le Pens Maskerade

Nach einem Rechtsextremismus mit menschlichem Antlitz muss man lange suchen. Aber ein telegenes Gesicht haben sich die französischen Nationalisten zugelegt: Jüngst wurde die blonde und schneidige Marine Le Pen als Nachfolgerin ihres berüchtigten Vaters zur Vorsitzenden der Front National gekürt. Die 42-Jährige präsentiert sich modern: für Abtreibung, für Schwulenrechte und für die Trennung von Staat und Religion. Offenen Antisemitismus lässt sie außen vor. Aber was als Einsatz für eine moderne Gesellschaft erscheint, entpuppt sich als Aktivismus gegen Muslime. Besonders gefährlich ist dies, weil Präsident Nicolas Sarkozy ein Bündnis mit den aufgehübschten Rechten als letzte Option für den Machterhalt ziehen könnte. Der künftige Front-Ehrenpräsident Jean-Marie Le Pen hat sich indes standesgemäß vom Vorsitz verabschiedet: Nachdem ein jüdischer Journalist beim Parteitag hinausgeworfen worden war, rief der Senior seinen johlenden Anhängern zu: »Ob er jüdisch war oder nicht, haben weder sein Ausweis noch seine Nase verraten.«

Der Autor arbeitet als Lektor und Übersetzer in Berlin.

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

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Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

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Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

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»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

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 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026