Berlin/Washington

Jüdische Militärseelsorge ist »Grund zur Freude«

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Foto: imago images/Christian Spicker

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den Aufbau der jüdischen Militärseelsorge in der Bundeswehr als Grund zur Freude bezeichnet.

Schon bald könnten die ersten Militärrabbiner ihren Dienst aufnehmen, sagte Kramp-Karrenbauer in einer Videobotschaft an das Virtual Global Forum 2020 des American Jewish Committee am Donnerstag in Berlin.

ZENTRALRAT Im vergangenen Dezember schlossen die Verteidigungsministerin und der Zentralrat der Juden in Deutschland einen Staatsvertrag über die jüdische Militärseelsorge – ähnlich denen mit der katholischen und der evangelischen Kirche.

Ende Mai wurde der Vertrag in Form eines Gesetzes vom Bundestag verabschiedet. Vorgesehen ist – entsprechend den christlichen Militärbischofsämtern – die Einrichtung eines Militärrabbinats in Berlin. Der dort angesiedelte Militärbundesrabbiner soll die zunächst bis zu zehn Militärrabbiner leiten. kna

Jubiläum

Bundesregierung unterstützt das Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Innenministerium fördert die bundesweite Veranstaltungsreihe mit rund 22 Millionen Euro

 15.01.2021

Judenhass

Frankreich: Algerier wird nach antisemitischer Tat ausgewiesen

Der Täter hatte sich geweigert, Essen von israelischen Restaurants auszuliefern

 14.01.2021

Parteien

»Feinde der Demokratie sollten nicht aus Steuermitteln finanziert werden«

Bildungsstätte Anne Frank hält AfD-nahe Stiftung für gefährlich

 14.01.2021

Thüringen

Rodeln in KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Sicherheit wird verstärkt

»Störung der Totenruhe«: Zuwiderhandlungen werden künftig angezeigt

 14.01.2021

Justiz

Zweieinhalb Jahre später: Anklage nach Angriff auf jüdischen Wirt in Chemnitz

Dem Rechtsextremisten werden gefährliche Körperverletzung und schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen

 14.01.2021

Düsseldorf

Tatverdächtiger des Wehrhahn-Anschlags freigesprochen

Im Jahr 2000 wurde ein Anschlag auf jüdische Sprachschüler verübt. Wer die Verantwortung trägt, ist bis heute unklar

von Anja Semmelroch  14.01.2021

Einspruch

Rechtsfrieden braucht Klartext

Philipp Stricharz findet es befremdlich, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg antisemitische Motive verschweigt

von Philipp Stricharz  14.01.2021

Interview

»Ich favorisiere Armin Laschet«

Karin Prien über die CDU-Vorstandswahl und die Zeit nach der Kanzlerschaft von Angela Merkel

von Michael Thaidigsmann  14.01.2021

Gesellschaft

Die Bedrohung

Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington stellt sich die Frage, wie die Demokratie geschützt werden kann

von Rachel Tausendfreund  14.01.2021