Agententätigkeit

Israel-Solidarität im Visier

»Ich habe das nicht gewusst, nicht einmal geahnt«: Reinhold Robbe Foto: dpa

Der ehemalige Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, wurde über ein Jahr lang vom Iran ausspioniert. Sicherheitskreise vermuten, dass Syed Mustufa H., ein Student mit pakistanischer Staatsangehörigkeit, Robbes Bewegungsprofil erforscht hat, damit der DIG-Präsident, der lange für die SPD im Bundestag gesessen hatte, Opfer eines Anschlags hätte werden können. Das berichtet der Rechercheverbund von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung.

bundesregierung »Ich habe das nicht gewusst, nicht einmal geahnt«, sagte Robbe der Jüdischen Allgemeinen. Wenn sich vor Gericht herausstellen sollte, dass es solche Anschlagsplanungen gab, »dann hat das eine neue Qualität«. Robbe fordert eine politische Reaktion der Bundesregierung: »Nicht weil ich so bedeutend wäre, sondern weil es wieder einmal zeigt, welchen Charakter des Regime in Teheran hat.«

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe (BAW) hat den Studenten wegen Agententätigkeit für die Islamische Republik Iran angeklagt. Das Verfahren soll noch in diesem Jahr vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin stattfinden. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. ja

Lesen Sie mehr in der kommenden Ausgabe am Donnerstag.

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Prosor kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Der israelische Botschafter spricht von Doppelmoral

 01.04.2026

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026

Norfolk

USA verstärken Präsenz im Nahen Osten: Dritter Flugzeugträger auf dem Weg

Die Mission ist schon länger geplant, doch die aktuelle Eskalation verleiht dem Einsatz zusätzliche Bedeutung

 01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026