Antisemitismus

Israel rügt Titelblatt von ungarischer Zeitschrift

Ein Titelblatt mit antisemitischem Unterton auf der neuesten Ausgabe der regierungsnahen ungarischen Wochenzeitschrift »Figyelö« hat die Empörung des israelischen Botschafters in Budapest ausgelöst.

Zu sehen ist auf dem Cover ein Bild des Vorsitzenden des Verbands der Jüdischen Gemeinden Ungarns, Andras Heisler, auf den Geldscheine herabregnen. Erst vor Kurzem hatte Ungarns Regierung angekündigt, 1,5 Millionen Euro für Projekte zum Kampf gegen Antisemitismus bereitstellen zu wollen.

»SCHÄNDLICH« Israels Botschafter Yossi Amrani rief den Verbandsvorsitzenden Heisler auf, seine Bestürzung über das »schändliche« Titelblatt von »Figyelö« kundzutun. Heisler nahm dazu zunächst nicht Stellung.

»Figyelö« gehörte bis vor Kurzem der Historikerin und Orban-Beraterin Maria Schmidt. Wie die meisten regierungsnahen Medien Ungarns ist vor zwei Tagen auch »Figyelö« in den Besitz einer neuen Medienholding übergegangen, die vom regierungstreuen Medienfachmann Gabor Liszkay geleitet wird.

Heislers liberaler Verband vertritt die meisten der etwa 100.000 Juden Ungarns und hat immer wieder Konflikte mit der Regierung. Favorit Orbans ist hingegen die kleine, orthodoxe Gemeinde EMIH unter der Führung des Rabbiners Slomo Köves, der auch das millionenschwere Regierungsprogramm gegen Antisemitismus koordinieren soll.  dpa

Polen

Holocaustüberlebende: Russische Befreier führen nun Krieg in der Ukraine

In der heutigen Gedenkstätte in Auschwitz ging es heute auch um den russischen Eroberungskrieg in der Ukraine

 27.01.2023

Gedenken

Selenskyj bei Gedenkfeier in Babyn Jar

Trotz des Krieges wurde in der Ukraine an die Opfer des Holocaust erinnert

von Imanuel Marcus  27.01.2023

Mecklenburg-Vorpommern

Neonazi-Demo darf nicht am Holocaust-Gedenktag stattfinden

Landkreis: Die Kundgebung kann morgen oder später erfolgen

 27.01.2023

Berlin

»Vokabular in nationalsozialistischer Tradition«

Der Zentralrat der Juden äußert sich zu den umstrittenen Aussagen von Hans-Georg Maaßen

 27.01.2023

Rozette Kats

»Alles war viel zu schrecklich für ein Kind«

Die Schoa-Überlebende sprach im Deutschen Bundestag in bewegenden Worten von ihrem Schicksal

 27.01.2023 Aktualisiert

Erinnerung

»Buch der Namen«: UN würdigen 4,8 Millionen Holocaust-Opfer

Die Gedenkinitiative ist in Zusammenarbeit mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstanden

 27.01.2023

Geschichte

Scholz erinnert an historische deutsche Verantwortung für Holocaust

»Unvergessen ist das Leid von sechs Millionen unschuldig ermordeten Jüdinnen und Juden - genauso wie das Leid der Überlebenden«, betont der Bundeskanzler

 27.01.2023

Holocaust Memorial Day

»Menschen sind ermordet und Leben zerstört worden«

Der Bundestag gedenkt am heutigen Holocaustgedenktag erstmals queerer Opfer

von Elisa Makowski  27.01.2023

Interview

Ron Prosor: Linker Antisemitismus wird »salonfähig«

Der neue israelische Botschafter warnt vor Judenhass aus dem linken Spektrum

 27.01.2023