Iran-Krieg

Irans Parlament stimmt für neuen Verteidigungsminister

Das iranische Parlament wird auch als Madschlis (Versammlung) bezeichnet. Foto: picture alliance / dpa

Der Iran bekommt einen mit der Raketenproduktion erfahrenen Funktionär als neuen Verteidigungsminister. Im Parlament (Madschles) stimmten 237 der 290 Abgeordneten für den Rüstungsexperten Mehrdad Achlaghi Ketabtschi, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Präsident Massud Peseschkian hatte ihn Anfang Oktober offiziell nominiert.

Der 68-Jährige folgt auf den früheren Minister Asis Nasirsadeh, der am 28. Februar in Teheran im Krieg der USA und Israels gegen den Iran getötet wurde. Seitdem hatte ein General der Revolutionsgarden, Madschid Ebn-ol-Resa, das Amt in der Krisenzeit kommissarisch geführt.

Der neue Verteidigungsminister ist iranischen Angaben zufolge ein erfahrener Experte aus der Rüstungsindustrie. Er leitete unter anderem die staatliche Luftfahrtindustrieorganisation (AIO), die an der Entwicklung und Produktion von Raketensystemen beteiligt ist.

Raketenprogramm hat hohe Priorität für Teheran

Ketabtschi ist mit internationalen Sanktionen belegt. Die Europäische Union etwa verhängte Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit seiner Rolle bei der AIO. Die EU wirft ihm außerdem vor, an der Beschaffung verbotener Güter sowie an Technologien zur Unterstützung des iranischen Nuklearprogramms beteiligt gewesen zu sein. Auch die UN und die USA hatten Sanktionen gegen ihn verhängt.

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Die Modernisierung des Raketenprogramms hat für Teheran hohe Priorität. Seit Jahren setzt die iranische Staatsführung zur militärischen Abschreckung auf die Produktion ballistischer Raketen. Auch im Krieg gegen Israel und die USA erfolgten die iranischen Gegenangriffe auf Israel und US-Stützpunkte in der Region vor allem mit Raketen. Das iranische Regime droht Israel immer wieder mit Vernichtung. dpa/ja

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