Antisemitismus

»Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten«

Weil ein für Corona-Impfungen werbender arabischstämmiger Berliner Arzt bei Facebook israelfeindliche und antisemitische Posts verbreitet hat, hat die Bundesregierung laut »Bild«-Zeitung das entsprechende Werbevideo gestoppt. Eine Regierungssprecherin sagte dem Blatt (Mittwoch): »Die Äußerungen auf dem Facebook-Account des Arztes waren zum Zeitpunkt der Aufzeichnung und Veröffentlichung des Videos nicht bekannt.« Das Video werde nicht weiter verbreitet.

Dem Bericht zufolge finden sich auf dem Facebook-Profil des Mannes Einträge, in denen die Vertreibung von Juden aus dem Nahen Osten gefordert wird. Auch habe er Propagandafotos der Al-Qassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Terrorgruppe Hamas, verbreitet.

Regierungssprecher Steffen Seibert habe das Impf-Werbevideo zeitweilig auch auf seinem persönlichen Twitter-Profil gepostet. Der entsprechende Tweet sei gelöscht worden, berichtet »Bild«.   

»Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er betonte, dass die Äußerungen der Bundesregierung zunächst nicht bekannt waren. »Wir werden unsere Arbeitsabläufe daraufhin überprüfen und wir werden sicherstellen, dass ein solcher Fehler nicht noch einmal vorkommt«, sagte er.

Der deutsch-muslimische Autor Ahmad Mansour sagte der Zeitung, es zeuge von »Unprofessionalität«, dass sich die Regierung »nicht mal die Mühe gemacht« habe, das Facebook-Profil des Arztes zu überprüfen. epd

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