Antisemitismus

»Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten«

Weil ein für Corona-Impfungen werbender arabischstämmiger Berliner Arzt bei Facebook israelfeindliche und antisemitische Posts verbreitet hat, hat die Bundesregierung laut »Bild«-Zeitung das entsprechende Werbevideo gestoppt. Eine Regierungssprecherin sagte dem Blatt (Mittwoch): »Die Äußerungen auf dem Facebook-Account des Arztes waren zum Zeitpunkt der Aufzeichnung und Veröffentlichung des Videos nicht bekannt.« Das Video werde nicht weiter verbreitet.

Dem Bericht zufolge finden sich auf dem Facebook-Profil des Mannes Einträge, in denen die Vertreibung von Juden aus dem Nahen Osten gefordert wird. Auch habe er Propagandafotos der Al-Qassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Terrorgruppe Hamas, verbreitet.

Regierungssprecher Steffen Seibert habe das Impf-Werbevideo zeitweilig auch auf seinem persönlichen Twitter-Profil gepostet. Der entsprechende Tweet sei gelöscht worden, berichtet »Bild«.   

»Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er betonte, dass die Äußerungen der Bundesregierung zunächst nicht bekannt waren. »Wir werden unsere Arbeitsabläufe daraufhin überprüfen und wir werden sicherstellen, dass ein solcher Fehler nicht noch einmal vorkommt«, sagte er.

Der deutsch-muslimische Autor Ahmad Mansour sagte der Zeitung, es zeuge von »Unprofessionalität«, dass sich die Regierung »nicht mal die Mühe gemacht« habe, das Facebook-Profil des Arztes zu überprüfen. epd

Bund-Länder-Kommission

»Problematische Beurteilungen«: Felix Klein kritisiert Justiz

NRW-Amtskollegin Leutheusser-Schnarrenberger: Wir müssen die Kompetenz in den Staatsanwaltschaften stärken

von Michael Thaidigsmann  26.11.2021

Berlin

Mehr als eine sportliche Begegnung

Die Basketballer von Maccabi Tel Aviv verlieren gegen Alba Berlin – und setzen zuvor ein Zeichen gegen Antisemitismus

 26.11.2021

NS-Prozess

Angeklagter streitet Schuld bisher ab

Am zwölften Verhandlungstag informiert ein Historiker als Sachverständiger über das KZ-System

 26.11.2021 Aktualisiert

Justiz

Generalstaatsanwalt nimmt Ermittlungen gegen Sucharit Bhakdi wieder auf

Dem Mikrobiologen und Bestsellerautor wird Volksverhetzung vorgeworfen

 25.11.2021

Jerusalem

»Eindrücke, die uns noch lange beschäftigen«

Eine Delegation des 1. FC Union Berlin hat die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht

 25.11.2021

Justiz

Sachsenhausen-Prozess fortgesetzt

Angeklagter muss sich wegen Beihilfe zum grausamen und heimtückischen Mord in 3518 Fällen verantworten

 25.11.2021

Social Media

Stiftung warnt vor Antisemitismus in sozialen Netzwerken

Vor allem Plattformen, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, werden zu Hotspots für Verbreitung von Judenhass

 25.11.2021

Berlin

Zentralrat der Juden begrüßt Vorhaben der Ampelkoalition

Josef Schuster mahnt aber zur zügigen Einrichtung des lange geplanten Fonds zur Alterssicherung für jüdische Zuwanderer

 25.11.2021 Aktualisiert

Diplomatie

Belgien und Israel: Streit auf offener Bühne

Die Kennzeichnungspflicht von importierten Waren aus israelischen Siedlungen sorgt erneut für Verwerfungen

 25.11.2021