Meinung

Hassgrüße aus Ankara

Jeder vierte Türke hält den Staat Israel für eine Bedrohung. Das ergab eine Umfrage des Wall Street Journal. Und bald könnten die Zahlen noch beängstigender ausfallen. Denn die anti-israelische Propaganda bekommt jetzt eine massenkompatible Grundlage: Tal der Wölfe – Palästina lautet der Titel eines türkischen 10-Millionen-Dollar-Machwerks, das – was für ein blöder Zufall – am Holocaust-Gedenktag in die deutschen Kinos kommen sollte. Doch daraus wird nichts. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat den Streifen vorerst auf den Index gesetzt. Recht so. Bereits der Trailer hämmert dem Zuschauer ein, dass das Böse in der Welt nur einen Namen hat: Israel. Es geht in diesem blutrünstigen Baller-Spektakel um den Agenten Polat Alemdar, der die Erstürmung des Gaza-Flottillen-Schiffs Mavi Marmara durch Zahal-Soldaten im Mai 2010 in dumpfester James-Bond-Manier rächen soll. »Antisemitische Grüße aus Ankara« wäre ein passenderer Titel gewesen. Juden? Beherrschen die Welt! Israel? Keine Existenzberechtigung! O-Ton Alemdar: »Ich weiß nicht, welcher Teil dieses Landes euch versprochen wurde, aber ich verspreche euch den unteren Teil dieser Erde.« Und ich verspreche, dass die FSK-Entscheidung in einschlägigen Kreisen eine Erklärung auf Tal-der-Wölfe-Niveau finden wird: Die Juden sind schuld.

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Saudi-Arabien/Israel

Passagierflugzeug auf dem Weg nach Tel Aviv notgelandet: Was bisher bekannt ist

Ein Überblick

 30.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

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Kerkeling und Maaßen bei erster Anhörung zu AfD-Verbot dabei

Thüringens AfD mit Björn Höcke an der Spitze gilt als besonders radikal. Ist das der Grund, warum erstmals ein Landesparlament Juristen und einen Promi zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren anhört?

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Hessen

Mutmaßlicher IS-Kämpfer festgenommen

In Nordhessen wird ein Mann festgenommen, der für den IS gekämpft haben soll. So lautet der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Jetzt soll ein Richter über die U-Haft entscheiden

 30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

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Ramallah

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Die für den 28. November geplante Abstimmung steht auf der Kippe. Sie wird möglicherweise auf unbestimmte Zeit vertagt

 30.09.2026

New York

Rebeca Grynspan baut Vorsprung im Rennen um UN-Spitze aus

In einer vierten informellen Abstimmung des Sicherheitsrats erhielt sie zehn Stimmen. Was das bedeutet

 30.09.2026

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In Putins Falle: US-Reporter Evan Gershkovich erzählt seine Story

Vor gut zwei Jahren kam der als »Spion« gefasste jüdische US-Journalist bei einem großen Gefangenen-Austausch frei. Nun erzählt er in einem Buch, wie er Putins Agenten in die Falle ging

von Ulf Mauder  30.09.2026

Berlin

Linke geht rechtlich gegen weitere Politiker vor

Die Berliner Linkspartei sieht sich nach der gewonnenen Wahl mit Vorwürfen des Antisemitismus und der Nähe zu kriminellen Clans konfrontiert. Sie wehrt sich politisch - und auch juristisch

 30.09.2026