München

Großdemonstration für Freilassung der Geiseln am 6. Oktober

Eine frühere Solidaritätsdemonstration am 18. Februar 2024 in München Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber

Ein Jahr nach den Massakern und Geiselnahmen des palästinensischen Terrors im Süden Israels findet in München eine zentrale Demonstration für eine Freilassung der Verschleppten statt. Die Kundgebung am 6. Oktober soll laut einem der Organisatoren, Guy Katz, die größte ihrer Art werden.

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates, wird dort ebenso sprechen wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Auch die Schauspielerin Uschi Glas kommt. Tausende Teilnehmer werden erwartet.

Guy Katz sagte der Jüdischen Allgemeinen vorab, die Demonstration wende sich auch gegen den ausufernden Judenhass. Er erfahre viel Unterstützung. »Wir haben auch alle demokratischen Parteien auf unserer Seite, nämlich SPD, FDP, Grüne und CSU. Es geht darum, dass sich Juden und Nichtjuden endlich zusammen gegen den Antisemitismus aussprechen.«

Lesen Sie auch

Die Organisatoren sind erfahren, da sie seit November letzten Jahres sogenannte »Run For Their Lives«-Läufe für die Geiseln initiieren.

Guy Katz will mit der Großdemo am 6. Oktober für mehr Solidarität sorgen: »Was mich gerade in Deutschland stört: München ist ganz offiziell gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Das steht mittlerweile auf jedem Bus und Müllwagen. Aber die große Masse sagt nichts gegen Judenhass.«

Am Sonntag, den 6. Oktober um 16:00 Uhr beginnt die Solidaritätsdemo auf dem Münchner Odeonsplatz.

Demonstration »365 Tage 7. Oktober – München gegen Antisemitismus«
Sonntag, 6. Oktober, 16.00 Uhr
Odeonsplatz, München

Nähere Informationen sind auf dieser Webseite verfügbar.

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Kunstwelt

»100 Euro für einen Picasso«

Der französische Informatiker Ari Hodara über den unerwarteten Gewinn eines Millionen Euro teuren Gemäldes

von Nicole Dreyfus  27.04.2026

Berlin

Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen

Der Bundesaußenminister reist zu den Vereinten Nationen nach New York. Im Zentrum des Besuchs steht der Iran-Krieg. Doch es geht auch um die Rolle der Weltorganisation insgesamt

 27.04.2026

Hamburg

Mutmaßlicher Block-Entführer: »Ich bin kein Verbrecher«

Er ist ein weiterer mutmaßlicher Entführer der Block-Kinder, den das Landgericht befragt. Der Israeli berichtet, was seine Aufgabe bei der Rückholaktion war

 27.04.2026

Brüssel

Von der Leyen: Lockerung von Iran-Sanktionen wäre verfrüht

Der Kanzler stellt dem Iran eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht, wenn Teheran eine Reihe von Bedingungen erfüllt. In der EU stößt er damit auf Skepsis

 27.04.2026

Stuttgart

Skandal im Gericht: Anwälte proben Aufstand

Israelfeindliche Aktivisten stehen in Stammheim vor Gericht. Der Auftakt wird zum Eklat. Gericht und Verteidigung geraten beispiellos aneinander

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran bietet USA Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus an

Gerade hatte Präsident Trump seine Vermittler zurückgerufen, als Teheran einen Vorschlag unterbreitete. Dieser klammert das iranische Atomprogramm vorerst aus

 27.04.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026