Meinung

Gojisches Finanzkapital

Die Börsen krachen, die Weltwirtschaft taumelt, Staaten stehen vor dem finanziellen Kollaps. Und schuld sind natürlich ... Nein, diesmal sind es nicht die Juden. Wirklich nicht. Die Zeiten, da das »Finanzkapital« als jüdisch beherrscht in Gestalt der Rothschilds galt, sind lange vorbei.

Inder Heute sind die global wichtigsten Investoren die Staatsfonds Chinas (atheistisch/konfuzianisch), die der arabischen Ölstaaten (islamisch) und Norwegens (lutherisch). Den weltweit größten Hedgefonds, Bridgewater Associates, mit 105 Milliarden US-Dollar Investitionsvermögen leiten Ray Dalio (Anhänger der Transzen- dentalen Meditation) sowie die Protestanten Greg Jensen und Bob Prince. An der Spitze der Deutschen Bank steht mit Anshu Jain demnächst ein Inder, einer von vielen in der internationalen Finanzwelt. »Inder sind die neuen Juden«, war kürzlich in einer amerikanischen Zeitschrift zu lesen.

Die »alten Juden« räumen derweil das Feld. George Soros, der letzte klassische »jüdische Spekulant«, wickelt seinen Fonds gerade ab, um sich in Zukunft nur noch um sein Privatvermögen zu kümmern. Wieder ein Klischee weniger. Nachdem wir durch den Papst persönlich vom Christusmord entlastet wurden, gehört uns jetzt nicht einmal mehr die Weltwirtschaft. Schade eigentlich.

Recht

Gute Absicht, falsche Umsetzung

Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, kritisiert den hessischen Vorschlag für eine Strafbarmachung der Leugnung des Existenzrechts Israels. Er hat aber einen Alternativvorschlag

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Studie

»Neue antisemitische Normalität«: 7. Oktober für Juden in Deutschland biografische Zäsur

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland verändert hat. Die Befragten berichten von einer »neuen antisemitischen Normalität«, wachsendem Misstrauen und Ausgrenzung

 05.10.2026

Der Verfassungsrechtler Steffen Augsberg, Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU), der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker und Zentralratspräsident Josef Schuster (v.l.)

Initiative

Hessen dringt auf Strafen für Leugnung des Existenzrechts Israels

Die hessische Landesregierung dringt darauf, dass ihr Vorschlag zur Strafbarkeit israelfeindlicher Äußerungen umgesetzt wird. Die Bundesregierung bleibt aber skeptisch. Auch der Zentralrat der Juden ist nicht restlos überzeugt

 05.10.2026

Magdeburg

BSW: Wählen den AfD-Kandidaten zum Landtagspräsidenten

Am Dienstag kommt der neu gewählte Landtag von Sachsen-Anhalt erstmals zusammen. Die AfD hat die Zusage des BSW für die nötigen Stimmen

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Berlin

Parteien in der Hauptstadt bereiten sich auf drittes Vorgespräch vor

Nach der Abgeordnetenhauswahl setzen Linke, Grüne und SPD auf ein drittes Vorgespräch. Details bleiben geheim – und keiner weiß, wo das Ganze hinführt

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Berlin

Israelis selbst schuld an Empathielosigkeit? SPD-Politiker in der Kritik

Der Sozialdemokrat Lars Castellucci machte am Samstag mit einem X-Post zum versuchten Anschlag auf ein Flugzeug mit israelischen Passagieren von sich reden. Viele sehen darin eine Täter-Opfer-Umkehrung

 05.10.2026

Kommentar

Die Linke sollte nicht den Berliner Bürgermeister stellen

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von Herbert Rubinstein  05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026