Meinung

Gojisches Finanzkapital

Die Börsen krachen, die Weltwirtschaft taumelt, Staaten stehen vor dem finanziellen Kollaps. Und schuld sind natürlich ... Nein, diesmal sind es nicht die Juden. Wirklich nicht. Die Zeiten, da das »Finanzkapital« als jüdisch beherrscht in Gestalt der Rothschilds galt, sind lange vorbei.

Inder Heute sind die global wichtigsten Investoren die Staatsfonds Chinas (atheistisch/konfuzianisch), die der arabischen Ölstaaten (islamisch) und Norwegens (lutherisch). Den weltweit größten Hedgefonds, Bridgewater Associates, mit 105 Milliarden US-Dollar Investitionsvermögen leiten Ray Dalio (Anhänger der Transzen- dentalen Meditation) sowie die Protestanten Greg Jensen und Bob Prince. An der Spitze der Deutschen Bank steht mit Anshu Jain demnächst ein Inder, einer von vielen in der internationalen Finanzwelt. »Inder sind die neuen Juden«, war kürzlich in einer amerikanischen Zeitschrift zu lesen.

Die »alten Juden« räumen derweil das Feld. George Soros, der letzte klassische »jüdische Spekulant«, wickelt seinen Fonds gerade ab, um sich in Zukunft nur noch um sein Privatvermögen zu kümmern. Wieder ein Klischee weniger. Nachdem wir durch den Papst persönlich vom Christusmord entlastet wurden, gehört uns jetzt nicht einmal mehr die Weltwirtschaft. Schade eigentlich.

Europäische Union

»Terror-Rente«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026