Einspruch

Geltendes Recht anwenden

In keinem muslimischen Land herrscht Demokratie. Von Amman bis Teheran werden ungenehmigte Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Nur wenn dieselben Despoten ihr Volk zum Zorn gegen Israel und die USA aufrufen, darf dem ungezügelten Hass freier Lauf gelassen werden.

Wie selbstverständlich wird dabei die blau-weiße Fahne mit dem Davidstern zertreten, zerfetzt und verbrannt. Doch der Mob hasst nicht die Flagge, sondern die Menschen.

ritual Vorwiegend sind es »Demonstranten« derselben Herkunft, die heute auf Deutschlands Straßen exakt demselben Ritual frönen. Unter dem Ruf »Tod den Juden« werden in Deutschland mehr als 70 Jahre nach der Schoa öffentlich israelische Flaggen verbrannt.

Es ist anzuerkennen, dass diskutiert wird, wie diesem unwürdigen Treiben ein Ende gesetzt werden kann. In Berlin etwa lässt der rot-rot-grüne Senat derzeit juristisch prüfen, ob und wie gegen das Verbrennen von ausländischen Nationalflaggen vorgegangen werden kann.

Doch dem zumeist importierten fanatischen Judenhass ist mit dem Strafrecht nicht beizukommen. Anzeigen, Ermittlungen und Gerichtsprozesse können die antisemitischen Wutausbrüche – wenn überhaupt – erst im Nachhinein, teilweise erst nach Jahren ahnden. Hingegen bieten das Demonstrationsrecht des Bundes sowie die Polizeigesetze der Länder bereits jetzt ausreichend Instrumentarien, das Verbrennen israelischer Fahnen auf Demonstrationen durch entsprechende Auflagen sowie durch Platzverweise sofort zu unterbinden.

gewaltmonopol Will der Staat derartige Szenarien vermeiden, so müssen seine Behörden fanatisierten Hassbekundungen nachhaltig ein Ende setzen, notfalls auch unter Einsatz des hoheitlichen Gewaltmonopols.

Dass der Staat dies kann, so er denn will, stellt er bei anderen Anlässen, wie zum Beispiel bei Demonstrationen gegen Flughafenerweiterungen oder Bahnprojekte, ausreichend unter Beweis. Hierzu bedarf es keiner neuen Strafvorschriften.

Der Autor ist Anwalt in Berlin.

Washington D.C.

US-Regierung erwägt Beschlagnahmung iranischer Öltanker

Das Vorhaben gilt als Teil einer verschärften Sanktionsstrategie, mit der die Vereinigten Staaten Irans wichtigste Einnahmequelle ins Visier nehmen

 11.02.2026

Übersicht

Von Adel bis Politik: Das »Who is Who?« der Epstein-Akten

Der US-Multimillionär und Pädokriminelle Jeffrey Epstein verkehrte in höchsten Kreisen. Die nun veröffentlichten Akten bringen viele in Bedrängnis - dabei hatte nicht jeder direkt mit Epstein zu tun

 11.02.2026

Diplomatie

Felix Klein soll Botschafterposten bekommen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wird nach Informationen von »Table.Briefings« im Sommer die Leitung der Vertretung der Bundesrepublik bei der OECD in Paris übernehmen

 11.02.2026

Meinung

Sprachrohr der Hamas, Maulheldin der Vereinten Nationen

Wieder einmal macht Francesca Albanese mit ungeheuerlichen Äußerungen von sich reden. Doch Europas Politiker bleiben seltsam still

von Michael Thaidigsmann  11.02.2026

Nahost

Netanjahu mit Iran-Agenda in Washington – Gaza bleibt Streitpunkt

Der israelische Ministerpräsident will dem US-Präsidenten darlegen, welche Bedingungen aus seiner Sicht für ein Abkommen unverzichtbar sind, um Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu gewährleisten.

 11.02.2026

Paris

13-jähriger Jude mit Messer bedroht und beraubt

Die jugendlichen Angreifer beschimpften das Opfer als »schmutziger Jude« und sollen ihm ein Messer an die Kehle gehalten haben

 11.02.2026

Sydney/Canberra

Herzog in Australien: »Habt keine Angst, steht mit Stolz zu eurem Judentum«

Herzog spricht von einer weltweiten Welle judenfeindlicher Stimmung, die auch Länder treffe, die lange als sicherer Zufluchtsort gegolten hätten

 11.02.2026

Besuch

Klöckner in Israel: »Komme als Freundin«

Julia Klöckner besucht erstmals als Bundestagspräsidentin Israel. Sie will auch kritische Themen ansprechen

 10.02.2026

Medienberichte

Lambsdorff soll Nachfolger von Seibert in Israel werden

In bedeutenden deutschen Auslandsvertretungen könnte es zu Wechseln an der Spitze kommen. Doch bei der offiziellen Bekanntgabe wird diplomatisch vorgegangen

 10.02.2026