Würzburg

»Gegen Stimmungsmache vorgehen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR / Lohnes

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hält die »Pegida«-Bewegung für brandgefährlich: »Mit verbalen Attacken fängt es an und mündet in Anschläge wie jetzt in Bayern auf das geplante Flüchtlingsheim.« Gruppen vom ganz rechten Rand würden die Verunsicherung vieler Bürger schamlos ausnützen.

Berichte über Salafisten, über geplante Anschläge islamistischer Terroristen und über Syrien-Rückkehrer würden gemeinsam mit steigenden Flüchtlingszahlen Ängste schüren, so Schuster. Die Politik müsse diese Ängste ernst nehmen und Aufklärung leisten.

flüchtlinge Die Bürger müssten mit einbezogen werden, wenn in ihrer Nachbarschaft eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet werden soll. »Vor allem aber ist unsere ganze Gesellschaft gefordert. Klar und deutlich müssen wir sagen: Muslime gehören zu unserem Land. Religiöse Minderheiten wie Muslime sind keine Bedrohung für dieses Land, sondern eine Bereicherung.«

Deutschland stehe als eines der reichsten Länder der Erde in der moralischen Pflicht, Menschen aufzunehmen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, meint der Zentralratspräsident. »Zu anderen Zeiten mussten Tausende von Menschen Deutschland verlassen, um ihr Leben zu retten.« Jetzt sei Deutschland an der Reihe, Menschlichkeit zu zeigen, betont Josef Schuster. »Wir alle sind jetzt aufgefordert, gegen die Stimmungsmache von Pegida vorzugehen und uns schützend an die Seite der bedrohten Menschen zu stellen.« ja

New York

Mann schlägt 63-jährige Synagogenbesucherin

Ein 46-jähriger drang am Freitag während des Schabbat-Gottesdienstes in eine Manhattaner Synagoge ein und randalierte dort

 17.08.2026

Nahost

US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht?

Die Vereinbarung mit dem Iran sollte den Krieg zu einem Ende bringen. Das Mitte Juni auf 60 Tage angelegte Abkommen hielt jedoch nicht lange. Hat US-Präsident Trump damit überhaupt etwas erreicht?

von Jürgen Bätz  17.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026

Terror

Iran bereitet sich auf Ausweitung des Krieges vor

Das Mullah-Regime soll während der 60-tägigen Frist eines mit Washington vereinbarten Memorandums für den Fall eines erneuten militärischen Konflikts vorgesorgt haben

 17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Kairo

Jared Kushner führt Gespräche über Gaza in Ägypten

Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump will in Ägypten Fortschritte im seit langem festgefahrenen Friedensplan für den Gazastreifen erzielen

 16.08.2026

Sanaa

Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden

Mit Drohnen und Raketen attackieren Regierungskräfte Militärstützpunkte und Waffendepots der Huthi-Terrormiliz. Wie weit eskaliert die Lage noch?

 16.08.2026

Teheran

Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin

Die iranische Justiz hat ein weiteres Todesurteil vollstreckt. Menschenrechtler werfen den Behörden vor, die Todesstrafe zur Unterdrückung von Kritik einzusetzen

 16.08.2026

Berlin

Prien: Differenzierte Haltung zu Israel kann ein Wagnis sein

Der Terroranschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat Gräben in der Gesellschaft verdeutlicht - und teils auch vertieft. Wer dagegen differenziert argumentiere, habe es oft nicht leicht, sagt Ministerin Prien

 16.08.2026