Würzburg

»Gegen Stimmungsmache vorgehen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR / Lohnes

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hält die »Pegida«-Bewegung für brandgefährlich: »Mit verbalen Attacken fängt es an und mündet in Anschläge wie jetzt in Bayern auf das geplante Flüchtlingsheim.« Gruppen vom ganz rechten Rand würden die Verunsicherung vieler Bürger schamlos ausnützen.

Berichte über Salafisten, über geplante Anschläge islamistischer Terroristen und über Syrien-Rückkehrer würden gemeinsam mit steigenden Flüchtlingszahlen Ängste schüren, so Schuster. Die Politik müsse diese Ängste ernst nehmen und Aufklärung leisten.

flüchtlinge Die Bürger müssten mit einbezogen werden, wenn in ihrer Nachbarschaft eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet werden soll. »Vor allem aber ist unsere ganze Gesellschaft gefordert. Klar und deutlich müssen wir sagen: Muslime gehören zu unserem Land. Religiöse Minderheiten wie Muslime sind keine Bedrohung für dieses Land, sondern eine Bereicherung.«

Deutschland stehe als eines der reichsten Länder der Erde in der moralischen Pflicht, Menschen aufzunehmen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, meint der Zentralratspräsident. »Zu anderen Zeiten mussten Tausende von Menschen Deutschland verlassen, um ihr Leben zu retten.« Jetzt sei Deutschland an der Reihe, Menschlichkeit zu zeigen, betont Josef Schuster. »Wir alle sind jetzt aufgefordert, gegen die Stimmungsmache von Pegida vorzugehen und uns schützend an die Seite der bedrohten Menschen zu stellen.« ja

Nahost

Italien nimmt als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 14.02.2026

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 200.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 14.02.2026

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026