Erinnerungskultur

Felix Klein verteidigt Wolfram Weimer gegen Buchenwald-Verbände

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Foto: picture alliance / Foto Huebner

Der Beauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, nimmt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gegen Vorwürfe zweier Buchenwald-Verbände in Schutz. »Mit der vorgebrachten Kritik an einem Auftritt des Kulturstaatsministers im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald vermischen die beiden Verbände auf kritikwürdige Art und Weise Aspekte der Tagespolitik mit dem grundlegenden Anliegen von Erinnerungskultur«, erklärte Klein in Berlin. Das schade ihrem eigenen Anliegen. 

Die beiden Verbände von Angehörigen ehemaliger politischer Häftlinge des NS-Konzentrationslagers Buchenwald hatten sich in einem offenen Brief gegen einen Auftritt Weimers bei einer Gedenkfeier dort gewandt. Sie warfen dem parteilosen Politiker vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Zudem kritisierten sie seine Entscheidung, drei linke Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen.

Lesen Sie auch

Mehrere prominente Unterstützer wiesen die Kritik an Weimer zurück, darunter der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der israelische Botschafter Ron Prosor. Auch Klein betonte: »Kulturstaatsminister Weimer hat aus meiner Sicht von seinem ersten Tag im Amt an keinen Zweifel daran gelassen, dass er ein großer Förderer und Unterstützer jüdischen Lebens in Deutschland ist.« Weimers neues Gedenkstättenkonzept sei ein Meilenstein, weil es Planungssicherheit schaffe und eine moderne Erinnerungskultur fördere, meinte der Antisemitismusbeauftragte. dpa

Frankfurt am Main

Aufruf zu Großdemonstration gegen Judenhass

Anlass des Aufrufs ist eine kürzlich in Frankfurt abgehaltene israelfeindliche Demo, auf der der palästinensische Terror verherrlicht wurde

 31.07.2026

Berlin

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Im Gaza-Konflikt gibt es angeblich eine Einigung: Die Hamas soll ihre Waffen abgeben, Israel seine Truppen aus dem Küstenstreifen abziehen. Die Bundesregierung sendet positive Signale

 31.07.2026

Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas. Eine andere palästinensische Terrororganisation bezeichnet Berichte darüber als unzutreffend

 31.07.2026

Berlin/Tel Aviv

Constantin Schreiber verlässt Axel Springer

Der frühere »Tagesschau«-Sprecher Constantin Schreiber berichtete seit September 2025 für die Publikationen von Axel Springer aus Tel Aviv. Zum Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen

 31.07.2026

New York

NGO fordert Amtsenthebung von Bürgermeister Mamdani

Die Organisation »End Jew Hatred« macht dem New Yorker Bürgermeister in einer Petition schwere Vorwürfe, darunter seine Drohungen gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

 31.07.2026

Washington D.C./Gaza

Trump verkündet Einigung über nächste Gaza-Phase – Hamas soll Entwaffnung akzeptiert haben

Der amerikanische Präsident sieht einen »gewaltigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit«

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026