Meinung

Facebook, Fotos, Fehler

Eigentlich ist sie ganz hübsch. Doch jetzt symbolisiert Eden aus Aschdod die hässliche Fratze der israelischen Armee. Fotos, die die ehemalige Soldatin aus ihrem Dienst in Gaza in das Netzwerk Facebook stellte, sausen derzeit um die Welt. Tatsächlich sind die Aufnahmen widerlich und an schlechtem Geschmack kaum zu überbieten. Eden posiert strahlend neben palästinensischen Gefangenen, deren Hände gefesselt und Augen verbunden sind. Dümmliche Kommentare von ihr und ihren Freundinnen runden das menschenverachtende Bild ab. Zahal reagierte prompt: Das Verhalten der Ex-Soldatin sei beschämend, ihr wurden alle Ränge abgenommen, auch zum Reservedienst braucht sie nicht anzutreten. Richtig so, selbst wenn es nur Dummheit war, muss sie bestraft werden. Schließlich wusste Eden, was das Internet vermag. Immer mehr Bilder, die sonst in staubigen Boxen landen und unter den Teppich gekehrt werden, gelangen in die guten Stuben und öffnen unsere Augen. Doch nicht erst seit Eden wissen wir, dass es fehlbare Menschen in der Zahal gibt. Und dumme noch dazu. Wie in jeder anderen Armee dieser Welt übrigens auch.

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Jom Haschoa

»Die Bedrohung ist nicht mehr abstrakt«

Israelischer Botschafter Ron Prosor fordert bei einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen entschlossenes Handeln und den Schutz jüdischen Lebens

 14.04.2026

Düsseldorf

Studentenparlament fordert Boykott israelischer Hochschulen

Der Antrag stammt aus dem Umfeld der antisemitischen BDS-Kampagne. Jüdische Studenten und andere Demokraten üben heftige Kritik an dem Entschluss

 14.04.2026

Rom

Italien setzt Verteidigungsvereinbarung mit Israel aus

Italien unter Ministerpräsidentin Meloni gilt als enger Verbündeter Israels. Nun setzt ihre Regierung eine Vereinbarung mit dem jüdischen Staat aus. Konkrete Auswirkungen hat dies aber wohl nicht

 14.04.2026

Rechtsextremismus und Antisemitismus

Hetze und KI-Fakes belasten Arbeit in Gedenkstätten

Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, beklagt eine besorgniserregende Entwicklung

 14.04.2026

Gedenkstätte KZ Ravensbrück

Hitlergruß im Krematorium: Schülerinnen sorgen für Entsetzen

Nach Angaben der Leitung ließen sich drei Mädchen dabei fotografieren

 14.04.2026

Washington D.C.

Trump löscht umstrittenes KI-Bild, das ihn als Jesus Christus zeigt

Die Abbildung rief scharfe Kritik hervor – auch aus dem konservativen Lager

 14.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  14.04.2026