soziale medien

Facebook bedauert Löschung

Facebook hatte NSO 2019 in den USA verklagt.

Facebook hat die zwischenzeitliche Löschung einer Videodokumentation über rechte Pöbeleien auf einer Berliner Demonstration bedauert. Das soziale Netzwerk wisse, dass es frustrierend sein kann, wenn solch ein Fehler passiere, erklärte eine Sprecherin in Berlin. »Unsere Reporting-Tools sind dafür entwickelt, Menschen vor Missbrauch, Hassrede und Mobbing zu schützen, und es ist bedauernswert, dass gelegentlich Fehler gemacht werden, wenn solche Reports bearbeitet werden«, fügte sie am Dienstag hinzu. Das Video stehe auf der Facebook-Seite wieder zur Verfügung.

richtlinien Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) hatte Ende vergangener Woche eine Überreaktion von Facebook beklagt. Das Forum hatte eigenen Angaben zufolge wenige Tage zuvor ein Video in dem sozialen Netzwerk veröffentlicht, wo es am selben Tag Hunderte Male geteilt und mehr als 15.000 Mal angesehen wurde. Dann habe Facebook die Dokumentation allerdings innerhalb von 24 Stunden gelöscht mit der Begründung, es werde gegen die Richtlinien des Netzwerks verstoßen.

Die Vorsitzende des Jüdischen Forums, Lala Süsskind, äußerte sich erfreut, dass das Video wieder zugänglich ist. Sie mahnte aber auch, in der Zukunft müsse sichergestellt werden, »dass zivilgesellschaftliche Initiativen besser vor Falschmeldungen geschützt und in ihrer Arbeit unterstützt werden«.

hitlergruss Auf dem Video hatte das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus Angriffe am Rande eines rechten Aufmarsches durch das Regierungsviertel in Berlin dokumentiert. Bei der Demonstration unter dem Titel »Merkel muss weg« hatten am 30. Juli mehr als 1.000 Teilnehmer gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestiert. Bei der Veranstaltung soll unter anderem ein Teilnehmer wegen Zeigens des Hitlergrußes kurzzeitig festgenommen, eine muslimische Familie von Demonstranten verbal attackiert und eine Journalistin körperlich bedrängt worden sein.

Facebook stand in der Vergangenheit des Öfteren wegen eines zu leichtfertigen Umgangs mit Hasskommentaren in der Kritik. So hatte noch im Juli Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) dem sozialen Netzwerk vorgeworfen, schon gegebene Zusagen zu brechen. Das Vorgehen von Facebook bei Hasskommentaren bleibe hinter dem zurück, was in einer gemeinsamen Task Force verabredet worden sei. Die Task Force ist eine Arbeitsgruppe zum Thema Hetze, der das Ministerium, Facebook, Google und Twitter sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen angehören. (epd)

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