Rechtsextremismus

»Eklatantes Versagen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Nach dem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, die dortige Polizei scharf kritisiert. Er habe kein Verständnis und keine Erklärung dafür, dass Rechtsextremisten dort unbehelligt antisemitische Parolen rufen durften, sagte Schuster der »Passauer Neuen Presse«.

»Das sieht nach einem eklatanten Polizeiversagen aus«, so Schuster weiter. Offenbar würden nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern auch in den alten Bundesländern die Beamten nicht richtig geschult, betonte der Zentralratspräsident. »Sie scheinen mit solchen Situationen überfordert zu sein.«

Demonstration Wenn offen antisemitische Parolen gebrüllt werden können, ohne dass die Polizei schnell und entschlossen eingreife, sei das inakzeptabel, sagte Schuster. Dies dürfe die Gesellschaft nicht akzeptieren. Für Donnerstag hatten Rechtsextremisten erneut eine Demonstration in Dortmund angemeldet, wie die dortige Polizei mitteilte.

Zur geplanten Gründung der Gruppe »Juden in der AfD« sagte Schuster, dies sei für ihn nicht überraschend. Dass jüdische Menschen der AfD angehören und für Ämter kandidieren, sei nichts Neues. »Ich kann es aber überhaupt nicht verstehen«, erläuterte der Zentralrats-Chef: »Ich kann keinen einzigen Juden verstehen, der Sympathien für die AfD hegt oder sich in dieser Partei engagiert.« epd

New York

Bericht: Israel warnte USA vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen Trump

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026

berlin

Strafbefehl gegen Hudhaifa Al-Mashhadani

Der Leiter einer säkularen Arabischschule in Neukölln soll einen Mordanschlag gegen sich erfunden haben

 10.07.2026

Entscheidung

Halberstädter Museum für jüdische Kultur wird weiter gefördert

Im Jahr 2001 wurde das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt gegründet. Zum Museum gehören die frühere Mikwe sowie die Synagoge im ehemaligen rabbinischen Lehrhaus, der Klaus. Sie bekommen weiterhin eine Förderung.

 09.07.2026

Magdeburg

Was eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt ändern könnte

Von der Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages bis hin zur Ängerungen von »Geschichte«-Lehrplänen: Was will die rechtsextremistische Partei im Falle eines Wahlsieges noch?

von Christopher Kissmann  09.07.2026

Frankfurt am Main

Becker fordert Verbot von Pro-Terror-Kundgebung, DIG initiiert Gegendemo

»Palästina darf sich wehren, auch mit Steinen und Gewehren«: Unter diesem Motto ruft eine Gruppierung zu einer Kundgebung auf. Auch die Grünen wollen die Versammlung untersagen

von Imanuel Marcus  09.07.2026

Antisemitismus

Chrupalla-Lob für Möllemann

DIG-Präsident Volker Beck übt heftige Kritik am Co-Chef der AfD

 09.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026