Rechtsextremismus

»Eklatantes Versagen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Nach dem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, die dortige Polizei scharf kritisiert. Er habe kein Verständnis und keine Erklärung dafür, dass Rechtsextremisten dort unbehelligt antisemitische Parolen rufen durften, sagte Schuster der »Passauer Neuen Presse«.

»Das sieht nach einem eklatanten Polizeiversagen aus«, so Schuster weiter. Offenbar würden nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern auch in den alten Bundesländern die Beamten nicht richtig geschult, betonte der Zentralratspräsident. »Sie scheinen mit solchen Situationen überfordert zu sein.«

Demonstration Wenn offen antisemitische Parolen gebrüllt werden können, ohne dass die Polizei schnell und entschlossen eingreife, sei das inakzeptabel, sagte Schuster. Dies dürfe die Gesellschaft nicht akzeptieren. Für Donnerstag hatten Rechtsextremisten erneut eine Demonstration in Dortmund angemeldet, wie die dortige Polizei mitteilte.

Zur geplanten Gründung der Gruppe »Juden in der AfD« sagte Schuster, dies sei für ihn nicht überraschend. Dass jüdische Menschen der AfD angehören und für Ämter kandidieren, sei nichts Neues. »Ich kann es aber überhaupt nicht verstehen«, erläuterte der Zentralrats-Chef: »Ich kann keinen einzigen Juden verstehen, der Sympathien für die AfD hegt oder sich in dieser Partei engagiert.« epd

Washington

USA verschärfen Reisewarnung: »Unvorhergesehene Eskalation« möglich

Angesichts der wieder zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten ruft das Außenministerium US-Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf

 02.09.2026

Medien

Unabhängige Prüfung der Nahost-Berichterstattung der Deutschen Welle gefordert

Nach Ansicht des Verbandes Jüdischer Journalistinnen und Journalisten (JJJ) gibt es insbesondere bei den Social-Media-Angeboten des Auslandssenders wiederholt journalistisch problematische Darstellungen

 02.09.2026

London

Antisemitischer Angriff auf jüdische Schüler: Frau erhält Bewährungsstrafe

Die Verurteilte hatte vor einer jüdischen Schule in Stamford Hill Kinder und eine Mutter antisemitisch beschimpft und anschließend den Vater eines Schülers angegriffen

 02.09.2026

Washington

USA beschlagnahmen Kryptowährungen und Online-Infrastruktur von Hamas

Die US-Behörden gehen weiter gegen die digitale Finanzierung der palästinensischen Terrororganisation vor

 02.09.2026

Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender der AfD, spricht bei dem Wahlkampfauftritt in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern), 28. August

Berlin/Heidelberg

Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an

Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern

 02.09.2026

Verteidigung

Deutsche Marine testet erfolgreich israelisches Raketensystem

Nun sollen Pläne für eine Beschaffung der Waffen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangebracht werden

von Carsten Hoffmann  02.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  02.09.2026

Nahost

USA greifen erneut Ziele im Iran an – Trump droht mit noch härteren Schlägen

Das US-Zentralkommando erklärte, Luftabwehrstellungen, Radaranlagen, maritime Einrichtungen, Kommunikationssysteme sowie Anlagen und Fähigkeiten zum Verlegen von Seeminen seien getroffen worden. Der Iran startete derweil Angriffe in Jordanien und Bahrain

 02.09.2026

Marschflugkörper mit Staustrahlantrieb

Russland hilft Iran heimlich bei Entwicklung von Überschallraketen

Experten zufolge würde eine solche Waffe eine Gefahr für Landziele und Schiffe darstellen – darunter auch Flugzeugträger

 02.09.2026