7. Oktober

Düsseldorf erinnert an Opfer des Hamas-Überfalls

Die Synagoge in Düsseldorf (Archivfoto) Foto: picture alliance/dpa

Mehr als 1.000 Menschen haben am Sonntagabend und am frühen Montagmorgen in Düsseldorf an die Opfer des terroristischen Anschlags der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erinnert.

Etwa 1.000 Menschen seien bei einer friedlichen Gedenk-Demonstration am Sonntagabend vom Graf-Adolf-Platz zum Johannes-Rau-Platz vor der Staatskanzlei gezogen, sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf dem Evangelischen Pressedienst (epd). Einige weitere kamen am Montag um 5.29 Uhr zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Synagoge zusammen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Terroristen vor einem Jahr den Angriff auf 50 israelische Dörfer und ein Musikfestival gestartet. Beide Aktionen sind laut Polizei friedlich verlaufen.

Zu der Demonstration »Marsch des Lebens« am Sonntagabend hatten die Jüdische Gemeinde in der NRW-Landeshauptstadt, der Jüdische Studierendenverband NRW, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in der Stadt sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft aufgerufen. Rednerinnen und Redner erinnerten an die etwa 1.200 von der Hamas ermordeten Frauen, Männer und Kinder sowie an die mehr als 200 als Geiseln entführten Menschen, von denen immer noch mehr als 100 Personen in der Gewalt der Hamas sind.

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Landes-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) warf der Hamas im Gazastreifen vor, Zivilisten als Schutzschilde bei Angriffen der israelischen Armee zu missbrauchen. Für Montagabend war eine weitere Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde geplant. Um 18 Uhr sollen vor der Synagoge 1.200 Kerzen im Gedenken an die Opfer entzündet werden. epd

Karlsruhe

Mutmaßliche Unterstützer rechtsextremer Terrorgruppe angeklagt

Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, die »Letzte Verteidigungswelle« unterstützt und einen Anschlag auf eine Asylunterkunft versucht zu haben. Die Bundesanwaltschaft will sie in Jena vor Gericht sehen

 01.09.2026

Kommentar

Intifada-Party bei der Linken

Für Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl, kommt der jüngste Antisemitismus-Skandal ihrer Partei zur Unzeit. Doch ihre Empörung wirkt unglaubwürdig

von Ralf Balke  01.09.2026

Helsinki/Genf

Finnland beendet UNRWA-Finanzierung

Die Regierung in Helsinki will die Hilfsgelder für die palästinensischen Gebiete nicht streichen, sondern künftig über Organisationen weiterleiten, die nicht von der Hamas unterwandert sind

 01.09.2026

Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender der AfD, spricht bei dem Wahlkampfauftritt in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern), 28. August

Berlin/Heidelberg

Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an

Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern

 01.09.2026

Madrid

Ceuta-Ansturm: Spanien erhebt Vorwürfe in Richtung Moskau und Jerusalem

Der spanische Regierungschef beschuldigt Netzwerke mit »Verbindungen zu Russland und Israel«, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf die Nordafrika-Exklave angeheizt zu haben

 01.09.2026

New York

Met-Gala: Ausstellung mit umstrittenem Designer Galliano abgesagt

Das Event sollte eine Ausstellung zu Ehren des Designers eröffnen. Doch nach der Ankündigung hagelte es wegen des jüngsten Antisemitismus-Vorfalls Kritik

 01.09.2026

Berlin

Grünen-Politiker antisemitisch beschimpft und angegriffen

Daniel Eliasson sagt, der Täter habe versucht, ihn ins Gesicht zu boxen und ihn als »scheiß Juden« beschimpft

 01.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Neuer Antisemitismus-Eklat setzt Linke unter Druck, Zentralrat übt scharfe Kritik

Knapp drei Wochen vor der Wahl zum Berliner Angeordnetenhaus sorgt der jüngste Skandal nun auch bei den möglichen Koalitionspartnern SPD und Grünen für Unruhe

 01.09.2026

Jerusalem

Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück

Netanjahu hatte von iranischen Mordplänen gegen einen seiner Söhne gesprochen. Der Inlandsgeheimdienst bestätigt nun, Jair sei wegen einer akuten Bedrohung aus den USA nach Israel zurückgekehrt

 31.08.2026