Berlin

DIG ehrt deutschen und israelischen Luftwaffenchef

Die Deutsch-Israelische Gesellschft verlieh die Ernst-Cramer-Medaille an den israelischen Generalmajor Amikam Norkin und den deutschen Generalmajor Ingo Gerhartz. Foto: Rolf Walter

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, hat am Montagabend in Berlin die Ernst-Cramer-Medaille an den Inspekteur der Bundesluftwaffe, Ingo Gerhartz, und dessen bisherigen israelischen Amtskollegen Amikam Norkin verliehen.

»In den zurückliegenden Jahren haben sich der deutsche und israelische Luftwaffen-General mit hohem persönlichen Einsatz für die deutsch-israelische Freundschaft engagiert und damit im Geiste der Völkerverständigung Brücken zwischen Israel und Deutschland und den Menschen in beiden Ländern gebaut«, heißt es in der Preisbegründung.

laudatio Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, würdigte in seiner Laudatio »den außergewöhnlichen Beitrag« von Gerhartz und Norkin zu den deutsch-israelischen Beziehungen und der Sicherheitszusammenarbeit beider Länder.

Uwe Becker erinnerte an die gemeinsamen Überflüge der Luftwaffenchefs, 2020 über Dachau und Fürstenfeldbruck, 2021 über Jerusalem. Auch erwähnte er das gemeinsame Erinnern an die Opfer der Schoa in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. »Sie beide haben ein neues Kapitel im Buch unserer sehr besonderen gemeinsamen Geschichte geschrieben«, betonte der DIG-Präsident.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

An die zahlreichen Begegnungen und insbesondere die symbolträchtigen Flüge und Manöver erinnerte auch Generalleutnant Ingo Gerhartz. Der gemeinsame Flug über das ehemalige Konzentrationslager Dachau sei der emotionalste Moment seiner Karriere gewesen.

austausch Er kündigte zudem an, den Austausch fortzusetzen, Begegnungen von Unteroffizieren und gegenseitige Besuche von Luftwaffenangehörigen und ihren Familien seien bereits geplant. In der kommenden Woche werde die Luftwaffe ein Gebäude der Unteroffiziersschule in Appen nach Karl Laabs, einem Feldwebel, der unter Einsatz seines Lebens Hunderte Juden vor dem sicheren Tod im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau bewahrte, benennen.

»Aus der Dunkelheit der Erinnerung der Vergangenheit zur Zukunft der Hoffnung und der tiefen Verpflichtung für Israels Freiheit.«

Generalmajor Amikam Norkin

Generalmajor Amikam Norkin, der im vergangenen Monat das Kommando der israelischen Luftwaffe abgegeben hat, wiederholte in seiner Dankesrede den Funkspruch, den er aus dem Cockpit seiner Maschine sandte, als er mit Gerhartz im Oktober vergangenen Jahres über die israelische Hauptstadt flog:  »Aus der Dunkelheit der Erinnerung der Vergangenheit zur Zukunft der Hoffnung und der tiefen Verpflichtung für Israels Freiheit.«

Die DIG verleiht seit 2013 die Medaille, die den Namen des jüdischen Publizisten Ernst Cramer trägt, an Persönlichkeiten, die sich um die Verständigung zwischen den Menschen beider Länder verdient gemacht haben. ddk

Irland

Dublins Bürgermeister entschuldigt sich nach Streit um Herzog Park

Ist die Auseinandersetzung um das nach dem früheren Präsidenten Chaim Herzog benannte Areal damit beendet?

 15.04.2026

Washington D.C.

Trump sieht Krieg mit Iran kurz vor dem Ende

Erneut wirken die Aussagen des amerikanischen Präsidenten widersprüchlich. »Wir sind noch nicht fertig«, sagt er gegenüber dem Kanal »Fox Business«

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Jom Haschoa

»Die Bedrohung ist nicht mehr abstrakt«

Israelischer Botschafter Ron Prosor fordert bei einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen entschlossenes Handeln und den Schutz jüdischen Lebens

 14.04.2026

Düsseldorf

Studentenparlament fordert Boykott israelischer Hochschulen

Der Antrag stammt aus dem Umfeld der antisemitischen BDS-Kampagne. Jüdische Studenten und andere Demokraten üben heftige Kritik an dem Entschluss

 14.04.2026

Rom

Italien setzt Verteidigungsvereinbarung mit Israel aus

Italien unter Ministerpräsidentin Meloni gilt als enger Verbündeter Israels. Nun setzt ihre Regierung eine Vereinbarung mit dem jüdischen Staat aus. Konkrete Auswirkungen hat dies aber wohl nicht

 14.04.2026

Rechtsextremismus und Antisemitismus

Hetze und KI-Fakes belasten Arbeit in Gedenkstätten

Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, beklagt eine besorgniserregende Entwicklung

 14.04.2026

Gedenkstätte KZ Ravensbrück

Hitlergruß im Krematorium: Schülerinnen sorgen für Entsetzen

Nach Angaben der Leitung ließen sich drei Mädchen dabei fotografieren

 14.04.2026