Al-Quds-Tag

»Die Wunde sollte entfernt werden«

Mahmud Ahmadinedschads Nachfolger Hassan Ruhani auf einer Pressekonferenz kurz nach seiner Wahl im Juli 2013 Foto: dpa

Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA meldet, hat der designierte iranische Präsident Hassan Ruhani Israel als eine Wunde bezeichnet, die entfernt werden sollte. Nur zwei Tage vor seiner Amtseinführung hat sich Ruhani am Rande einer Al-Quds-Demonstration in Teheran entsprechend geäußert: »Das zionistische Regime ist seit Jahren eine Wunde am Körper der islamischen Welt, und die Wunde sollte entfernt werden«.

Illusionen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einer ersten Reaktion, dass Ruhani schneller als vermutet sein wahres Gesicht gezeigt habe: »Das ist es, was der Mensch denkt, und das ist der Plan des iranischen Regimes.« Diese Bemerkungen sollten die Welt aus den Illusionen aufwecken, denen sie sich nach der Wahl des neuen Präsidenten hingegeben hätte, so Netanjahu: »Es gibt einen neuen Präsidenten, aber die Absichten des Iran bleiben die gleichen: nukleare Waffen zu erhalten, die Israel, den Nahen Osten und den Frieden und die Sicherheit der gesamten Welt bedrohen werden.«

Ruhani wurde am 14. Juli zum Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad gewählt, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten durfte. Der 64-jährige Geistliche wurde von Beobachtern als »gemäßigt« bezeichnet. Er hatte nach seiner Wahl eine neue Politik »der Mäßigung und der Gerechtigkeit, nicht des Extremismus« angekündigt. ja

Berlin

Remmo: Koçak hat bei mir im Büro gesessen

Wie eng war der Kontakt des Linken-Bundestagsabgeordneten Koçak zur Großfamilie Remmo? Nach der Berliner Wahl kamen Chatnachrichten ans Licht, die er als Fehler bezeichnete. Gab es auch ein Treffen?

 16.10.2026

Berliner Sondierungen

Özdemir: Berliner Linke hat sich »radikalisiert«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir schaut mit Sorge auf die politischen Geschehnisse in der Bundeshauptstadt. Seiner Ansicht nach hat sich die Berliner Linke radikalisiert

 16.10.2026

Kommentar

Deutsche Iran-Politik: Urkomische Dinge und pure Realitätsverweigerung

Der neue Botschafter der Bundesrepublik in Teheran, Axel Dittmann, produziert mit seinen Instagram-Videos unfreiwillig Realsatire

von Saba Farzan  16.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Rede des Bundesratspräsidenten

Bovenschulte zu AfD-Verbot: »Prüfen heißt nicht verbieten«

Seine letzte Rede als Bundesratspräsident nutzt Andreas Bovenschulte für einen Appell. Es geht darum, wie weit die Demokratie im Umgang mit der AfD gehen sollte – und warum kein Fehler passieren darf

 16.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Steffen Alisch

Meinung

Die Berliner Linke und ihr DDR-Vorleben

Linker Antisemitismus, Israelfeindschaft und Genozid-Vorwurf – all das gab es bereits in der DDR unter dem Regime der Linkspartei-Vorläuferin SED

von Steffen Alisch  16.10.2026

Staatsanwaltschaft

Der Bundestag hebt die Immunität von SPD-Abgeordnetem Adis Ahmetovic auf

Ermittler durchsuchen sein Büro und Wohnungen wegen des Verdachts verbotener Absprachen

von Leonard Fischer  16.10.2026

Annäherung

Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud

Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel

von Markus Schönherr  16.10.2026