Al-Quds-Tag

»Die Wunde sollte entfernt werden«

Mahmud Ahmadinedschads Nachfolger Hassan Ruhani auf einer Pressekonferenz kurz nach seiner Wahl im Juli 2013 Foto: dpa

Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA meldet, hat der designierte iranische Präsident Hassan Ruhani Israel als eine Wunde bezeichnet, die entfernt werden sollte. Nur zwei Tage vor seiner Amtseinführung hat sich Ruhani am Rande einer Al-Quds-Demonstration in Teheran entsprechend geäußert: »Das zionistische Regime ist seit Jahren eine Wunde am Körper der islamischen Welt, und die Wunde sollte entfernt werden«.

Illusionen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einer ersten Reaktion, dass Ruhani schneller als vermutet sein wahres Gesicht gezeigt habe: »Das ist es, was der Mensch denkt, und das ist der Plan des iranischen Regimes.« Diese Bemerkungen sollten die Welt aus den Illusionen aufwecken, denen sie sich nach der Wahl des neuen Präsidenten hingegeben hätte, so Netanjahu: »Es gibt einen neuen Präsidenten, aber die Absichten des Iran bleiben die gleichen: nukleare Waffen zu erhalten, die Israel, den Nahen Osten und den Frieden und die Sicherheit der gesamten Welt bedrohen werden.«

Ruhani wurde am 14. Juli zum Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad gewählt, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten durfte. Der 64-jährige Geistliche wurde von Beobachtern als »gemäßigt« bezeichnet. Er hatte nach seiner Wahl eine neue Politik »der Mäßigung und der Gerechtigkeit, nicht des Extremismus« angekündigt. ja

Prag

Tschechisches Außenministerium bestellt nach Drohungen iranischen Botschafter ein

Irans Militär nennt persischsprachige Exilmedien als mögliche Angriffsziele. Wie der EU- und Nato-Mitgliedstaat Tschechien auf die neue Bedrohungslage reagiert

 27.08.2026

Sachsen-Anhalt

Mehrere Siegmund-Vertraute haben Nazi-Vergangenheit und damit kein Problem

Nach Berichten von »Welt« und »Spiegel« waren mehrere enge Vertraute von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in der 2009 verbotenen Neonazi-Organisation »Heimattreuer Deutsche Jugend« (HDJ) aktiv. Nach der Wahl könnten sie Minister werden

 27.08.2026

»Artgemeinschaft«

Durchsuchungen bei Unterstützern von rechtsextremem Verein

Bei den Razzien in fünf Bundesländern wurden auch Wohnungen von zwei AfD-Kandidaten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt durchsucht

 27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Magdeburg

AfD legt weiter zu

In einer neuen Wahlumfrage von Infratest dimap steht die Rechtsaußenpartei in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent

 27.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  27.08.2026

Nahost

Sechs Monate Iran-Krieg: Eskalation oder Frieden?

Bombardierungen, Sanktionen, Verhandlungen: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn zeichnet sich zwischen den USA und dem Iran kein Frieden ab. Wo der Konflikt heute steht - und wie es weitergehen könnte

von Arne Bänsch, Jan Christoph Freybott  27.08.2026

Gesetzesinitiative

Bundesregierung distanziert sich von Hessens Vorstoß, Israel-Leugnung unter Strafe zu stellen

Gut gemeint, aber nicht gut gemacht - so blickt die Bundesregierung auf einen Bundesratsvorschlag zur Strafbarkeit der Leugnung des Existenzrechts Israels. Aus Hessen kommt Widerspruch

 27.08.2026

Nahost

Weiterer Tanker in der Straße von Hormus angegriffen

Der Iran blockiert den Schiffsverkehr durch die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge immer noch weitestgehend. Erneut wird ein Tanker zum Ziel eines Angriffs

 27.08.2026