Sicherheit

Deutschlandweit Verbote von Pro-Palästina-Demos

»Samidoun«-Kundgebung in Köln (Symbolfoto) Foto: picture alliance / NurPhoto

In mehreren deutschen Städten sind geplante palästinensische Demonstrationen wegen Sicherheitsbedenken, möglicher antisemitischer Ausrufe oder Gewaltverherrlichung verboten worden. In mehreren Städten musste die Polizei außerdem eingreifen, weil Israel-Flaggen entwendet und angezündet wurden.

In Berlin untersagte die Polizei eine für Freitagnachmittag am Brandenburger Tor geplante Demonstration. Seit dem Terrorangriff der islamistischen Palästinenser-Terroroorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober verbot die Polizei bereits mehrere Demonstrationen wegen der Erwartung von antisemitischen Äußerungen und der Billigung des Hamas-Blutbads.

Trotz der Verbote mussten die Beamten in der Hauptstadt immer wieder gegen Menschenansammlungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt vorgehen. Bei einer Versammlung von bis zu 150 Menschen im Stadtteil Neukölln gab es drei Festnahmen.

In Frankfurt wurde die Veranstalterin einer für Samstag geplanten und von der Stadt verbotenen anti-israelischen Kundgebung vorläufig festgenommen. Sie habe bei einem live gestreamten Pressestatement die Massaker der Hamas am vergangenen Wochenende geleugnet und verharmlost, sagte ein Polizeisprecher. Es werde ermittelt, ob es sich um Volksverhetzung handele.

Die bayerische Landeshauptstadt München verbot eine für Freitagabend geplante pro-palästinensische Versammlung. Auch für eine am Samstag auf dem Marienplatz angezeigte pro-palästinensische Kundgebung bereite man eine Untersagung vor, teilte eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats am Freitag mit. Die Stadt Freiburg hatte ebenfalls am Freitag eine unangemeldete Versammlung unter dem Motto »Palästina Solidarität ist kein Verbrechen« verboten. Auch in Köln und Mannheim wurden pro-palästinensische Veranstaltungen am Samstag verboten.

Indes gab es in mehreren Städten Einsätze im Zusammenhang mit Israel-Flaggen. In Berlin wurde am Freitag eine am Rathaus im Stadtteil Reinickendorf angebrachte Israel-Flagge angezündet. Am Donnerstag war in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz eine israelische Flagge von einem Fahnenmast gerissen und angezündet worden.

Auch im nordrhein-westfälischen Recklinghausen wurde laut Polizei am Donnerstag eine israelische Flagge gestohlen. Die Polizei in Stuttgart meldete in der Nacht zu Freitag ein Brandloch in einer an einer kulturellen Einrichtung angebrachten Israel-Flagge. Im niedersächsischen Stade drang am Donnerstag eine Gruppe junger Männer ins Rathaus, um dort eine Israel-Flagge herunterzureißen, berichtete die Polizei.

Nach dem Terror gegen Israel und den darauffolgenden Luftangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen hat die islamistische Hamas »arabische und muslimische Nationen und die freien Menschen der Welt« zu Massenprotesten aufgerufen. Es gehe um die Unterstützung »angesichts des offenen Krieges der (israelischen) Besatzung«. dpa

Döbeln

Jugendliche mit antisemitischen Aufklebern auf frischer Tat gestellt

Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen

 14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus geht der Preis in diesem Jahr an NRW-Ministerin Neubaur

 14.09.2026

Berlin

Ron Prosor warnt vor Hamas-Anschlägen: »Deutschland ist Terrorziel geworden«

Die Bundesrepublik sei für die Terrororganisation nicht mehr lediglich ein Ort des Rückzugs, sagt der israelische Botschafter

 14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  14.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

Um Merz zu stürzen: Wagenknecht ruft zur taktischen Wahl auf

Eine Woche vor der Landtagswahl sagt die BSW-Gründerin, was sie mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erreichen will

 14.09.2026

Berlin

Karin Prien warnt vor AfD: »Meine Mutter hätte Angst«

Die CDU-Politikerin mit jüdischem Familienhintergrund sprach auch von Warnungen ihrer Mutter hinsichtlich des zivilisatorischen Schutzes

 14.09.2026

Berlin/Magdeburg

Operationsplan Deutschland: Reservistenverband will Geheimplan vor AfD schützen

Bislang befindet sich der Plan bei sämtlichen 16 Landesregierungen. Die rechtsextremistische AfD in Sachsen-Anhalt soll ihn nicht bekommen

 14.09.2026

Medien

Studie wirft »New York Times« einseitige Gaza-Berichterstattung vor

Israel als »einziger Aggressor« und Palästinenser als »passive Opfer«: Diese Sichtweise ließ die Zeitung erkennen, so der Autor der Studie

 14.09.2026