Berlin

Claudia Roth: Rassismus und Antisemitismus sind »Gift für unsere Demokratie«

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Archiv) Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat Rassismus und Antisemitismus als »Gift für unsere Demokratie« bezeichnet. Antisemitismus und Rassismus seien keine Meinung, sondern immerwährender Ausdruck einer zutiefst unmenschlichen und gewalttätigen Ideologie, sagte die Grünen-Politikerin am Montag in Berlin bei einem Besuch des Holocaust-Mahnmals.

»Wir alle sind jetzt gefordert, uns entschieden entgegenzustellen, wenn hierzulande Rechtsextremismus und Rassismus immer stärker um sich greifen, wenn antisemitisch motivierte Angriffe erschreckende Höchststände erreichen oder das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wir«, sagte sie.

BILDUNGSANGEBOTE Neben dem Berliner Holocaust-Mahnmal besuchte Roth auch die Neue Synagoge - Centrum Judaicum und das Jüdische Museum Berlin, wo sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks traf.

Beide Einrichtungen bauten mit ihren vielfältigen Bildungsangeboten zur jüdischen Geschichte, Kultur und Gegenwart wichtige Brücken zwischen jüdischen und nichtjüdischen Teilen unserer Gesellschaft, sagte die Kulturstaatsministerin.

Begleitet wurde sie unter anderem von Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke), dem Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe und dem Rabbiner Walter Homolka. epd

Lesen Sie mehr zur Ernennung von Claudia Roth in der nächsten Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 17.04.2026 Aktualisiert

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026