Bundestag

Holocaust-Gedenken mit Eva Szepesi und Marcel Reif

Eva Szepesi spricht im Jahr 2022 mit jungen Fußballern des FC Bayern. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi (91) sowie der Sportjournalist Marcel Reif halten nach Informationen der Tageszeitung »Welt« bei der diesjährigen Gedenkstunde des Bundestags für die Opfer des Nationalsozialismus die zentralen Gedenkreden. Das Konzept für die Gedenkstunde am 31. Januar ist demnach eines des »generationenübergreifenden Erinnerns«, wie die Zeitung am Dienstag berichtete.

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, begrüßte, dass in der Gedenkstunde des Bundestags »zwei eindrucksvolle und hochgeachtete Persönlichkeiten unterschiedlicher Generationen jüdischen Lebens zu Wort kommen. Dieses Format kann beispielgebend wirken für eine zukünftige Erinnerungskultur, die nicht nur Empathie für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen vermittelt, sondern auch die verheerende Wirkung des Nationalsozialismus für die nachfolgenden Generationen aufzeigt«.

Begleitung von Schulklassen

Die 91-jährige, in Budapest aufgewachsene Autorin Eva Szepesi war im Alter von elf Jahren in die Slowakei geflohen und von dort nach ihrer Entdeckung durch die Nationalsozialisten im November 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert worden. Kurz vor der Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee entging sie dem Todesmarsch, da Aufseher sie bereits für tot hielten.

Über ihr Überleben in Auschwitz hatte Szepesi 50 Jahre lang nicht gesprochen. Seit Mitte der 1990er-Jahre erinnert sie an die Verbrechen der Deutschen im Nationalsozialismus und begleitet Schulklassen in Deutschland als Zeitzeugin beim Besuch von Gedenkstätten.

Der 74-jährige Marcel Reif wird im Bundestag als Vertreter der sogenannten zweiten Holocaust-Generation sprechen. Reifs jüdischer Vater hatte die Schoa überlebt. Sein Großvater und mehrere weitere Familienmitglieder waren von den Nationalsozialisten ermordet worden. Reifs Vater sprach nie mit ihm über seine traumatischen Erlebnisse. kna

Reaktion

»Juden können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen, wenn Elif Eralp gewählt wird«

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt SPD und Grüne vor Regierung mit Linken

 24.09.2026

Berlin

Özdemir: »An die Linke muss derselbe Maßstab angelegt werden wie an die AfD«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis90/Die Grünen) hat seine Partei vor einer Regierungskoalition in Berlin mit der Linkspartei gewarnt. Als Grund nannte er antisemitische Tendenzen

 24.09.2026

Debatte

Hamburgs zweite Bürgermeisterin warnt vor Linken in Berlin

Katharina Fegebank (Grüne): »Eine Regierung, die abhängig ist von Antisemiten und Terrorunterstützern darf es in Deutschland niemals geben«

 24.09.2026

Berlin

»Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen«

Jüdische Aktivisten kritisieren den Umgang mit der von zahlreichen Antisemitismusvorfällen geprägten Linkspartei

 24.09.2026

Gedenkstunde

In Auschwitz geboren: Holocaust-Überlebende spricht im Bundestag

Angela Orosz-Richt wurde 1944 im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geboren. Im Januar wird sie in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag sprechen

 24.09.2026

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026