Melbourne

Brandanschlag auf Synagoge als Terror eingestuft

An einem Bauzaun, mit dem die Adass Israel Synagoge nach dem Anschlag gesperrt wurde, steht eine Ankündigung, wonach das Gotteshaus wiederaufgebaut wird. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge in Melbourne vergangene Woche geht die australische Polizei nun von einem terroristischen Hintergrund aus.

Die Ermittlungen würden jetzt von einem Anti-Terror-Team geführt, sagte der Polizeichef des Bundesstaates Victoria, Shane Patton, am Montag. Es werde nach drei Verdächtigen gefahndet. Am Wochenende habe es dabei bedeutende Fortschritte gegeben.

Die Synagoge im Süden der Küstenmetropole war in der Nacht zu Freitag in Flammen aufgegangen.

Lesen Sie auch

Australiens Premierminister Anthony Albanese hatte den Angriff auf das Gotteshaus als antisemitisch motivierte Schandtat verurteilt. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem »abscheulichen Akt des Antisemitismus«. Das sei auch Folge einer »extrem israelfeindlichen Haltung« der australischen Regierung, schrieb Netanjahu auf X.

Als Beispiele nannte er die Unterstützung einer UN-Resolution, die Israel zum Rückzug aus den »besetzten palästinensischen Gebieten« auffordert.

In Melbourne im Südosten des Landes lebt Australiens größte jüdische Gemeinde. Sie zählt rund 55.000 Mitglieder. dpa

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026

25 Jahre nach Durban-Erklärung

Wegen Judenhass: Deutschland bleibt UN-Treffen zu Rassismus fern

Die Bundesrepublik hat nicht an einem umstrittenen UN-Treffen zum Kampf gegen Rassismus in New York teilgenommen

 29.09.2026

Terrorismus

»Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf« - Zwei Mütter, ihre verlorenen Töchter und der 7. Oktober 2023

Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

von Nina Schmedding  29.09.2026