Melbourne

Brandanschlag auf Synagoge als Terror eingestuft

An einem Bauzaun, mit dem die Adass Israel Synagoge nach dem Anschlag gesperrt wurde, steht eine Ankündigung, wonach das Gotteshaus wiederaufgebaut wird. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge in Melbourne vergangene Woche geht die australische Polizei nun von einem terroristischen Hintergrund aus.

Die Ermittlungen würden jetzt von einem Anti-Terror-Team geführt, sagte der Polizeichef des Bundesstaates Victoria, Shane Patton, am Montag. Es werde nach drei Verdächtigen gefahndet. Am Wochenende habe es dabei bedeutende Fortschritte gegeben.

Die Synagoge im Süden der Küstenmetropole war in der Nacht zu Freitag in Flammen aufgegangen.

Lesen Sie auch

Australiens Premierminister Anthony Albanese hatte den Angriff auf das Gotteshaus als antisemitisch motivierte Schandtat verurteilt. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem »abscheulichen Akt des Antisemitismus«. Das sei auch Folge einer »extrem israelfeindlichen Haltung« der australischen Regierung, schrieb Netanjahu auf X.

Als Beispiele nannte er die Unterstützung einer UN-Resolution, die Israel zum Rückzug aus den »besetzten palästinensischen Gebieten« auffordert.

In Melbourne im Südosten des Landes lebt Australiens größte jüdische Gemeinde. Sie zählt rund 55.000 Mitglieder. dpa

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte Trump vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen ihn

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026