Kassel

Beschwerde gegen Rüstungsausfuhr an Israel abgewiesen

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel Foto: picture alliance / dpa

Ein Palästinenser ist mit dem Versuch gescheitert, gerichtlich gegen Genehmigungen zur Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Israel vorzugehen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof wies eine Beschwerde, die gegen eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main gerichtet war, zurück. Damit bestätigten die Kasseler Richter im Ergebnis die Entscheidung der Vorinstanz.

Der Palästinenser hatte sich dem Gericht zufolge gegen die einem deutschen Rüstungsunternehmen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilten Genehmigungen zur Ausfuhr von Ersatzteilen für Panzer gewendet, um deren Ausfuhr zu verhindern. 

Der 6. Senat begründete seine Ablehnung im Wesentlichen mit fehlenden prozessrechtlichen Voraussetzungen für eine Entscheidung in einem Eilrechtsschutzverfahren. Diese Möglichkeit sehe die Verwaltungsgerichtsordnung in diesem Fall nicht vor. Auch eine staatliche Schutzpflicht, die dem Mann als Drittem eine Befugnis zur Anfechtung geben könnte, sah das Gericht nicht gegeben. 

Frage nach Israels Vorgehen nicht Gegenstand der Entscheidung

Deshalb sei es im Verfahren auf die Frage, ob das militärische Vorgehen Israels in Gaza – wie der Antragsteller vorgetragen habe – als völker- beziehungsweise menschenrechtswidrig angesehen werden müsse, nicht mehr entscheidungserheblich angekommen. Die Frage sei daher vom Senat auch nicht mehr zum Gegenstand seiner Entscheidung gemacht worden. 

Der Beschluss ist den Angaben zufolge im verwaltungsgerichtlichen Instanzenzug nicht anfechtbar.

Nahost

Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans

Seit Tagen greift der Iran in Nahost militärische Ziele an, aber auch Flughäfen, Wohngebiete und Energie-Infrastruktur. Bei ihrer Notfallsitzung spricht die Arabische Liga von »feigen« Attacken

 08.03.2026

Mannheim

Mannheimer SPD-Politikerin tritt nach antisemitischen Facebook-Kommentaren zurück

Melek Hirvali Cizer schrieb, Israel züchte »babyfressende, weltweit Kinder entführende Agenten«

 08.03.2026

Washington

Bericht: USA prüfen Spezialoperation zur Sicherung iranischen Uranbestands

Eine mögliche Mission dieser Art könnte darauf abzielen, 450 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von etwa 60 Prozent zu sichern

 08.03.2026

Berlin

Constantin Schreiber reist aus Israel ab

Aus Sicherheitsgründen verlässt der für Springer SE tätige Reporter den Nahen Osten

 08.03.2026

Berlin

DIG fordert deutsche Unterstützung für Israel und USA im Krieg gegen den Iran

Das »kriegerische antiisraelische Vernichtungsprogramm der Mullahs« sei »theologisch begründet und daher einem politischen Prozess nicht zugänglich«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Der Verhandlungsweg sei schon vor Jahren gescheitert

 08.03.2026

Teheran

Iran hat neuen Obersten Führer: Israel droht Chamenei-Nachfolger

Mojtaba Chamenei (56), Sohn des getöteten Ali Chamenei, gilt als möglicher neuer Revolutionsführer. Bekanntgabe verzögert sich offenbar auch aus Sicherheitsgründen

 08.03.2026 Aktualisiert

Washington/Teheran

US-Geheimdienstbericht: Militärschlag dürfte Irans Führung kaum stürzen

Bereits vor dem Krieg wurden verschiedene Szenarien untersucht – von gezielten Angriffen auf einzelne Führungsfiguren bis hin zu einem umfassenden militärischen Vorgehen gegen die staatlichen Institutionen

 08.03.2026

Berlin

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Das Auswärtige Amt zieht aus der Bedrohungslage Konsequenzen

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026