Augsburg

Beschädigung von Israel-Flagge: Syrer wegen Beihilfe verurteilt

Der 19-jährige Angeklagte (l.) sitzt in einem Gerichtssaal im Strafjustizzentrum neben seinem Dolmetscher. Foto: picture alliance/dpa

Im Zusammenhang mit dem Herunterreißen einer aus Solidarität aufgehängten Israel-Flagge vor dem Augsburger Rathaus ist ein 19-Jähriger am Mittwoch zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Der angeklagte Syrer hatte zugegeben, im Oktober 2023 - wenige Tage nach dem Hamas-Überfall auf Israel - einen anderen Syrer dabei gefilmt zu haben, wie er die Fahne vom Mast holte und anstecken wollte.

Eine couragierte Passantin verhinderte das Verbrennen der Flagge. Das Video von der Tat wurde in den sozialen Netzwerken weit verbreitet, bundesweit hatten Medien über die Schändung der Israel-Flagge berichtet.

Der 19-Jährige wurde vom Amtsgericht Augsburg wegen Beihilfe zur Verletzung von Flaggen- und Hoheitsrechten ausländischer Staaten und Sachbeschädigung verurteilt. Er muss mehrere Gespräche über Antisemitismus sowie 80 Stunden gemeinnützige Arbeit absolvieren. Zudem muss der Flüchtling an das jüdische Museum in Augsburg 200 Euro zahlen. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.

Gegen den Hauptbeschuldigten, der laut Anklage die Flagge vom Mast heruntergeholt hatte, konnte noch nicht verhandelt werden. Der Mann ist derzeit für die Justiz nicht auffindbar, nach ihm wird gesucht. Er soll aus Augsburg weggezogen sein und jetzt in einem anderen Bundesland leben.

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026

Gedenkstätte

Buchenwald-Verbände lehnen »Kufiyas«-Kampagne ab

Die Initiatoren der Kampagne würden zudem die historische Dimension der NS-Verbrechen verkennen

 06.03.2026

Washington D.C.

Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Seit Samstag greifen die USA - zusammen mit Israel - den Iran aus der Luft an. Neben vielen anderen Fragezeichen hinter der Militäraktion ist auch unklar, wie viel das eigentlich kostet

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Düsseldorf

AfD-Jugend NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Neuer Name, aber nach Einschätzung der Behörden alte Strukturen: Der NRW-Verfassungsschutz hat die AfD-Jugend erneut im Visier

 06.03.2026

Teheran

Internet im Iran weiterhin gesperrt

Irans Sicherheitsapparat hat die Bevölkerung wegen des Kriegs vom Internet abgeschnitten. Nur wenige ausgewählte Menschen haben Netz

 06.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 06.03.2026 Aktualisiert

Berlin

Trauer um Chamenei in Berliner Moschee

Auf dem Gelände der Moschee hingen mehrere Traueranzeigen, in denen der getötete Geistliche als Märtyrer bezeichnet wurde

 06.03.2026