Köln

Beratende Kommission zu Raubkunst soll aufgelöst werden

Claudia Roth verkündete im Kanzleramt das Ende der Kommission. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Arbeit der Beratenden Kommission zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts wird schneller beendet als erwartet und durch Schiedsgerichte ersetzt. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die dem Deutschlandfunk vorliegen.

Bei einem Treffen im Kanzleramt hat Kultur-Staatsministerin Claudia Roth (Grüne) laut Bericht dem seit 2003 ehrenamtlich tätigen Gremium mitgeteilt, dass bereits bis Anfang Oktober ein entsprechendes Konzept erarbeitet und von Bund, Ländern und Kommunen beschlossen werden soll. Die Behörde der Kultur-Staatsministerin bestätigt laut Deutschlandfunk Treffen und Inhalt.

Bund, Länder und Kommunen sind die Träger der meisten öffentlichen Museen in Deutschland. Im Koalitionsvertrag hatten SPD, Grünen und FDP noch die Stärkung der Beratenden Kommission vereinbart. Vor allem die Länder hatten nach mehreren umstrittenen Entscheidungen aber darauf bestanden, dass sie einer einseitigen Anrufbarkeit und verbindlichen Entscheidungen nur bei Schiedsgerichten zustimmen würden.

Die Beratende Kommission ist auch als Limbach-Kommission bekannt. Sie wurde 2003 eingerichtet, um Konflikte um die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kunstwerke zu klären, die sich heute in öffentlichen Museen befinden. kna

Beirut

Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026