Berlin

»Auf keinen Fall der Anbiederung folgen«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: dpa

Nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, die demokratischen Parteien dazu aufgefordert, sich weiterhin klar von der AfD abzugrenzen. »Und man darf jetzt auf keinen Fall ihrer Anbiederung folgen, die – wie inzwischen von Parteichef Gauland mehrfach zu hören war – das Wort ›bürgerlich‹ für die Partei beansprucht«, sagte Schuster am Montag der Jüdischen Allgemeinen.

ergebnisse Die Ergebnisse der Wahlen seien ein wenig besser, als das, was man zeitweise befürchtet habe. »Trotzdem wäre es verheerend, sich jetzt, da die AfD weder in Potsdam noch in Dresden stärkste Fraktion geworden ist, entspannt zurückzulehnen und weiterzumachen wie bisher.«

Der Wahlkampf in den vergangenen Wochen habe deutlich gezeigt, dass es notwendig, aber auch erfolgreich sei, auf die Menschen zuzugehen und nicht Politik von oben zu machen. »Es geht darum, eine Politik zu machen, die die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nimmt«, so Schuster weiter. Man müsse den Menschen ganz realistisch die Umstände aufzeigen, in denen sie leben. »Dann, so denke ich, wird sich die Situation positiv stabilisieren, und man kann einer Partei wie der AfD das Wasser abgraben.«  ja

Corona

Das Ende der Demos

Die Proteste fallen nach und nach in sich zusammen

von Olaf Sundermeyer  28.05.2020

Nachrichten

Wanderer, IHZ, Verein

Meldungen aus der Politik

 28.05.2020

Extremismus

Niedersachsen stuft Teile der AfD als rechtsextrem ein

Für den Verfassungsschutz sind Teile der Partei als rechtsextrem einzustufen

 27.05.2020

Interview

»Wir müssen besser werden«

Der FDP-Politiker Benjamin Strasser über die neuen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität, den Kampf gegen Judenhass und die BDS-Bewegung

von Michael Thaidigsmann  27.05.2020

Extremismus

»Antisemitismus ist Alltag geworden«

Der Zentralrat der Juden reagiert mit großer Besorgnis auf die Ergebnisse der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik

 27.05.2020

München

Antisemitischer Vorfall im Englischen Garten

Ein Jugendtrainer des TSV Maccabi wurde vor Zeugen antisemitisch beleidigt – trotzdem schritt niemand ein

 27.05.2020

Polizeiliche Kriminalstatistik

Mehr Hetze in der Corona-Krise

Bei den antisemitischen Straftaten verzeichnen die Behörden zudem im vergangenen Jahr einen Anstieg um 13 Prozent

von Anne-Beatrice Clasmann  27.05.2020

Antisemitismus

In Österreich wächst der Hass auf Juden

Die IKG Wien hat im vergangenen Jahr 550 judenfeindliche Vorfälle erfasst – ein Zuwachs von fast zehn Prozent

von Michael Thaidigsmann  27.05.2020

»Corona-Manifest«

»Jeder Kommentar erübrigt sich«

Erzbischof Viganò hat auf die Kritik von Jehoschua Ahrens mit einem Brief reagiert. Der Rabbiner will dazu nicht Stellung nehmen

von Ayala Goldmann  27.05.2020