Berlin

Antisemitismusbeauftragter gegen »Kufiyas in Buchenwald«

Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Foto: picture alliance / IPON

Der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, übt scharfe Kritik an angekündigten propalästinensischen Protesten am früheren NS-Konzentrationslager Buchenwald. Zur Unterstützung der Gedenkstättenleitung werde er am 12. April selbst am Gedenken zur Befreiung des Lagers vor 81 Jahren teilnehmen, sagte Klein der Deutschen Presse-Agentur.

In Buchenwald seien neben anderen Opfern auch 11.000 Jüdinnen und Juden ermordet worden. »Die Absicht von Aktivisten, diesen Ort des Gedenkens für respektlose Selbstinszenierung missbrauchen zu wollen, ist ein skandalöser Angriff auf die Erinnerungskultur, den wir nicht dulden dürfen«, sagte Klein. »Wir haben als Gesellschaft die moralische Pflicht, jeder Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer des Holocaust konsequent entgegenzutreten.«

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Linksradikale und propalästinensische Aktivisten hatten die Kampagne »Kufiyas in Buchenwald« während des Gedenkens angekündigt. Hintergrund ist, dass im vorigen Jahr einer Frau mit Palästinensertuch (»Kufiya«) der Zutritt zum Gelände verweigert wurde. Die Stadt Weimar lehnte die Aktion an der Gedenkstätte ab und bot der Protestgruppe alternative Orte an. Ein Rechtsstreit darüber ist noch nicht entschieden. 

Klein bezeichnete seine Teilnahme an der Gedenkfeier auch als Zeichen der Solidarität mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Dass Weimer dort ein Grußwort halten will, hatte vereinzelt für Verstimmungen gesorgt: Zwei Buchenwald-Verbände forderten Weimer in einem offenen Brief auf, auf einen öffentlichen Auftritt zu verzichten. dpa

Berlin

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