Antisemitismus

Angreifer ermittelt

Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes führten auf die Spur der Täter. Foto: imago

Nach der antisemitischen Attacke auf einen 31-jährigen Israeli Ende April in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei drei Täter ermittelt. Die Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren seien am Montagmorgen vorläufig festgenommen worden, teilte die Berliner Polizei am Dienstag mit.

Nach ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung und Vernehmung wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen sie wird wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

Verletzungen Bei dem offenbar antisemitisch motivierten Angriff am 25. April in der Graefestraße hatte das 31-jährige Opfer schwere Gesichtsfrakturen erlitten und musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus operiert werden.

Die Jugendlichen mit mutmaßlich arabischem Hintergrund hatten ihn zunächst vor seinem Wohnhaus antisemitisch beleidigt und dann zusammengeschlagen. Eine Begleiterin des Mannes blieb unverletzt.

Nach Angaben des 31-Jährigen hatte dieselbe Gruppe ihn bereits am Vortag vor seinem Hauseingang angesprochen und nach seiner Nationalität gefragt. Als er sagte, er sei israelischer Staatsangehöriger, hätten die Jugendlichen in arabischer Sprache geantwortet, dass sie Palästinenser seien und sich abfällig über Israel geäußert. epd

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind. Dieses Land muss sich dagegen wehren«

 17.09.2026

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026