Thüringen

AfD geht bei Stichwahlen leer aus

Obwohl die AfD bei den kommunalen Stichwahlen nicht gewinnen konnte, steuert Thüringen weiter nach rechts Foto: picture alliance / Zoonar

Die in Thüringen als rechtsextrem eingestufte AfD hat bei den Kommunalwahlen vom Sonntag kein weiteres Landratsamt oder Rathaus gewinnen können. Ihre Kandidaten seien in allen zehn Wahlen mit AfD-Beteiligung jeweils unterlegen, teilte das Landesamt für Statistik am Sonntagabend in Erfurt mit.

Bei der Stichwahl zum Landrat in Hildburghausen unterlag zudem der vom Landesamt für Verfassungsschutz als »bundesweit bekannter Rechtsextremist« geführte Tommy Frenck deutlich. Er konnte jedoch 30 Prozent der Stimmen auf seine Person vereinigen. Neuer Landrat in dem südthüringischen Landkreis wurde Sven Gregor (Freie Wähler). Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatten bei etwas niedriger Wahlbeteiligung nur etwa ein Viertel der Wähler Frenck ihre Stimmen gegeben.

Im Kreis Altenburger Land erreichte der Kandidat Heiko Philipp mit 45,9 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis für die AfD. Landrat für die kommenden sechs Jahre bleibt der von 54,1 Prozent der Bürgerinnen und Bürgern gewählte Uwe Melzer (CDU).

Bei der zeitgleich stattfindenden Europawahl wurde die AfD mit einem Stimmenanteil jedoch stärkte Partei. Die AfD erhielt laut vorläufig amtlichen Wahlergebnis bei den Wahlen zum Europäischen Parlament in Thüringen einen Stimmenanteil von 30,7 Prozent. Die CDU erreicht 23,2 Prozent und lag damit deutlich vor dem erst in diesem Jahr gegründeten Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das 15 Prozent der Stimmen erhielt. SPD (8,2 Prozent) Linke (5,7 Prozent), Grüne (4,2 Prozent) sowie FDP (zwei Prozent) fuhren jeweils einstellige Ergebnisse ein. Die Wahlbeteiligung lag mit 61,9 Prozent 0,4 Prozentpunkte höher als 2019. epd

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026