Du Jude! – #sowhat?

Bildungs- und Aktionswochen gestartet

Foto: pr

Du Jude! – #sowhat?

Bildungs- und Aktionswochen gestartet

Mit der Kampagne soll ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt werden

 09.11.2019 17:18 Uhr

Unter dem Motto »Du Jude! #sowhat?« sind am Freitag die bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus gestartet.

Slogan Dabei solle der Slogan eine Debatte um »Jude« als Schimpfwort anregen und ein Zeichen gegen Antisemitismus im Kontext von Jugend und Schule setzen, wie die Berliner Amadeu Antonio Stiftung und das Anne Frank Zentrum als Veranstalter am Freitag in Berlin erklärten. Die Kampagnenmotive würden auf Großplakaten in Berlin und mehreren Städten Nordrhein-Westfalens gezeigt.

Das diesjährige Motto greife die als Beleidigung beabsichtigte Ansprache »Du Jude!« provokant auf und hinterfrage mit dem Zusatz »so what?«, was überhaupt schlimm daran sei, jüdisch zu sein.

Motiv Um deutlich zu machen, dass »Jude« kein Schimpfwort sei, würden dem Wort auf vier verschiedenen Motiven alltägliche Gegenstände gegenübergestellt, die ebenfalls als Beleidigung verwendet werden wie Vogel, Lappen, Pfosten oder Lauch.

»Jüdische Initiativen und Interessenvertretungen sind zunehmend besorgt über die Verwendung des Wortes Jude als Beleidigung auf deutschen Schulhöfen«, sagte die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane. Wer das Wort »Jude« als Abwertung verwende, benutze eine antisemitische Äußerung.

Diskussion »Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten, sondern bewusst Aufmerksamkeit erregen und zur Diskussion anregen«, so Kahane.

Den Angaben zufolge stehen bis Mitte Dezember bundesweit mehr als 170 Veranstaltungen auf dem Programm. In Kassel, Köln und Bergisch Gladbach würden Auszüge aus der Chronik antisemitischer Straftaten an öffentliche Gebäude projiziert. epd

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

Karl Lauterbach hält den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke in Neukölln für gerechtfertigt. Dennoch warnt er vor einer Gleichsetzung mit der AfD

 09.10.2026

Washington D.C.

Trump: Bis zu den Midterms keine Angriffe auf Iran

Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026