Claims Conference

100 Überlebende. 100 Schicksale

Gideon Taylor ist Präsident der Jewish Claims Conference Foto: picture alliance / Flashpic

Die Claims Conference hat eine digitale Kampagne zur Geschichte des Holocaust gestartet. Videos zeigen fast 100 Überlebende aus den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt mit ihren Familienangehörigen der zweiten und dritten Generation, erklärte die jüdische Organisation am Dienstag. Das Projekt veranschauliche, wie wichtig es sei, die Geschichte des Holocaust weiterzugeben, damit künftige Generationen aus den Gräueltaten der Vergangenheit lernen können.

Die Kampagne steht unter dem Titel »Our Holocaust Story: A Pledge to Remember« (Unsere Holocaust-Geschichte: Ein Versprechen zur Erinnerung). Holocaust-Überlebende und ihre Familien sollen das ganze Jahr über jede Woche in Beiträgen auf den Plattformen der Claims Conference in den sozialen Medien vorgestellt werden. Die Geschichten der Überlebenden werden auf Facebook, Instagram, Twitter und TikTok unter dem Hashtag #OurHolocaustStory veröffentlicht.

Tiefgreifender Einfluss Der Präsident der Claims Conference, Gideon Taylor, sagte: »Jeder Überlebende hat eine ergreifende und einzigartige Überlebensgeschichte zu erzählen. Indem sie diese Geschichten innerhalb ihrer Familie weitergeben, sorgen sie dafür, dass ihre Geschichte weitergeht und die Lehren aus dem Holocaust nicht vergessen werden.« Greg Schneider, Exekutiv-Vizepräsident der Claims Conference, fügte hinzu: »Jeder Überlebende hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Welt, und es ist unsere Verantwortung, die Fackel ihres Zeugnisses weiterzutragen«.

Mehr als 50 Museen und Institutionen aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt unterstützen den Angaben zufolge die Dokumentation, mit der Familienangehörige die Erinnerung an die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern weitergeben wollen. Am 18. April ist zugleich der diesjährige nationale Gedenktag in Israel für die Märtyrer und Helden des Holocaust (hebr. »Yom HaShoah«).

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims
Conference) vertritt die Entschädigungsansprüche von Holocaust-Überlebenden in aller Welt und setzt sich dafür ein, dass die Verbrechen und Opfer des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Die Organisation wurde 1951 von Vertretern 23 großer internationaler jüdischer Organisationen gegründet. epd

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