Sabine Brandes

Nahost-Plan: Auf die Details achten

Dass ein Frieden in Nahost überfällig ist, braucht keine weitere Erklärung. Dennoch hielten sich nach der Verkündung des »Deals des Jahrhunderts« von US-Präsident Donald Trump viele Staaten mit Kommentaren zurück. Man müsse den Plan aus den USA erst eingehend studieren, heißt es.

Verständlich, immerhin umfasst das Werk volle 80 Seiten. Zudem ist das Thema alles andere als einfach.

floskel »Frieden in Nahost« mag zwar für die meisten nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung wie eine Floskel klingen. Für die Menschen in der Region jedoch ist die Feindschaft tägliche Realität, die sie oft mit ihrem Leben bezahlen.

Dutzende Vermittler aus verschiedensten Ländern sind gescheitert, eine Verständigung zwischen den beiden Seiten zu erreichen. Einige Male mag man nahe dran gewesen sein. Oder auch nicht.

Für die Menschen in der Region ist die Feindschaft tägliche Realität, die sie oft mit ihrem Leben bezahlen.

Dieser Plan nun scheint tatsächlich konkreter und ausgefeilter zu sein als andere Pläne vor ihm je zuvor. Ein Deal eben. So, wie Trump es mag. Nach seiner Fasson würde er jetzt seine Unterschrift daruntersetzen, ein Foto machen und sich auf die Fahnen schreiben, er habe den kompliziertesten Konflikt aller Zeiten beigelegt. So einfach aber wird es nicht sein.

milliarden Denn obwohl Trumps Vorhaben voller Details ist – viele davon gewagt –, ist ein Frieden zwischen Israels und Palästinensern vielleicht doch kein Deal, der aus der Ferne diktiert oder mit Milliarden gekauft werden kann.

Er ist vielmehr ein Werk, das mit Feingefühl für die komplexen Befindlichkeiten beider Völker genauestens ausgetüftelt werden müsste.
Denn nicht nur in Nahost – aber besonders da – steckt der Teufel oft im Detail.

Wirtschaft

Keine Dollar, keine Euro mehr - »alles leer«

Der Ansturm auf Devisen bringt Geldwechsler in Israel in Bedrängnis – selbst Banken haben Schwierigkeiten beim Nachschub

von Sabine Brandes  05.06.2026

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Umfrage

Opposition stärker als Netanjahu

Kann das zionistische Lager der Opposition ohne Unterstützung arabischer Parteien auf eine Mehrheit kommen?

 05.06.2026

Maccabiah 2026

Deutsche Delegation steht fest

Das größte jüdische Sportevent findet vom 1. bis zum 14. Juli statt

 05.06.2026

Jerusalem

Könnte eine Nicht-Israelin Miss Israel werden?

Melanie Shiraz, die Miss Israel von 2025, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs. Dessen Glaubwürdigkeit steht ihr zufolge auf dem Spiel

 04.06.2026

Israel

Die Belarus-Connection

Der neue Mossad-Chef Roman Gofman wanderte mit seinen Eltern 1990 nach Israel aus. Er ist einer von vielen osteuropäischen Olim, die das Land geprägt haben

von Eugen El  04.06.2026

Libanon

Hisbollah lehnt Waffenruhe ab

Bisher konnte keine Waffenruhe im Libanon Ruhe zwischen Israel und der Hisbollah schaffen. Ein erneuter Anlauf wird von der Hisbollah zurückgewiesen

 04.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Jerusalem

Netanjahu spielt Trumps Beschimpfungen herunter

Seine Beziehung zum amerikanischen Präsidenten sei weiterhin stabil, sagt Israels Ministerpräsident

 04.06.2026