Sabine Brandes

Nahost-Plan: Auf die Details achten

Dass ein Frieden in Nahost überfällig ist, braucht keine weitere Erklärung. Dennoch hielten sich nach der Verkündung des »Deals des Jahrhunderts« von US-Präsident Donald Trump viele Staaten mit Kommentaren zurück. Man müsse den Plan aus den USA erst eingehend studieren, heißt es.

Verständlich, immerhin umfasst das Werk volle 80 Seiten. Zudem ist das Thema alles andere als einfach.

floskel »Frieden in Nahost« mag zwar für die meisten nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung wie eine Floskel klingen. Für die Menschen in der Region jedoch ist die Feindschaft tägliche Realität, die sie oft mit ihrem Leben bezahlen.

Dutzende Vermittler aus verschiedensten Ländern sind gescheitert, eine Verständigung zwischen den beiden Seiten zu erreichen. Einige Male mag man nahe dran gewesen sein. Oder auch nicht.

Für die Menschen in der Region ist die Feindschaft tägliche Realität, die sie oft mit ihrem Leben bezahlen.

Dieser Plan nun scheint tatsächlich konkreter und ausgefeilter zu sein als andere Pläne vor ihm je zuvor. Ein Deal eben. So, wie Trump es mag. Nach seiner Fasson würde er jetzt seine Unterschrift daruntersetzen, ein Foto machen und sich auf die Fahnen schreiben, er habe den kompliziertesten Konflikt aller Zeiten beigelegt. So einfach aber wird es nicht sein.

milliarden Denn obwohl Trumps Vorhaben voller Details ist – viele davon gewagt –, ist ein Frieden zwischen Israels und Palästinensern vielleicht doch kein Deal, der aus der Ferne diktiert oder mit Milliarden gekauft werden kann.

Er ist vielmehr ein Werk, das mit Feingefühl für die komplexen Befindlichkeiten beider Völker genauestens ausgetüftelt werden müsste.
Denn nicht nur in Nahost – aber besonders da – steckt der Teufel oft im Detail.

Kommenar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Tel Aviv

»Es ist viel sicherer, mit einer israelischen Airline zu fliegen«

Der Sicherheitsexperte Eyal Tsir Cohen über den Anschlag auf den »Fly Dubai«-Flug, die aktuelle Terrorbedrohung im Luftverkehr und die Effizienz israelischer Maßnahmen

von Detlef David Kauschke  02.10.2026

Tel Aviv

Co-Pilot aus Oman trotz Einreiseverbot mehrfach nach Israel geflogen

Warum wurden Sicherheitsregeln nicht umgesetzt?

 02.10.2026

Politik

Superstar der Linken

Naama Lazimi, israelische Abgeordnete der Demokraten, wird vom TIME Magazin als eine der aufstrebenden Persönlichkeiten der Welt gewürdigt

von Sabine Brandes  01.10.2026

Jerusalem

Herzog will »Fly Dubai«-Helfer für Zivilcourage auszeichnen

Vier israelische Passagiere verhinderten auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv durch ihr beherztes Eingreifen eine Katastrophe. Der Präsident will sie nun für ihren Mut ehren

 01.10.2026

Terrorismus

Hamas-Leibwächter plante Anschläge in Deutschland und Österreich

Der Palästinenser erhielt Asyl und Staatsbürgerschaft in Großbritannien. Er hatte jüdische und israelische Ziele im Visier

von Sabine Brandes  01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

Bei einer Veranstaltung im Rahmen des UN-Kongresses zur Verbrechensverhütung in Abu Dhabi diskutierten jüdische Organisationen über Strafverfolgung, digitale Beweismittel und den Schutz von Betroffenen

 01.10.2026

Der Lehrer einer Kunstschule in Mumbai ehrt Smit Machchhar mit einem Bild

Der unbekannte Held

Schwer verletzt half der indische Pilot Smit Machchhar auf dem verhängnisvollen Flydubai-Flug, die Menschen an Bord vor dem Absturz zu retten

von Sabine Brandes  01.10.2026

Krieg

»Verzerrt, irreführend und unredlich«

Das israelische Militär hat in einer ausführlichen Erklärung auf die anonym erhobenen Vorwürfe des Films »NAZA« reagiert

 01.10.2026