Spanien

»Zara«-T-Shirt nicht mehr im Angebot

»Design war ausschließlich von Sheriff-Sternen inspiriert« Foto: screenshot ja

Die Modekette Zara hat nach Protesten ein gestreiftes Kleinkinder-T-Shirt mit einem gelben Stern auf der Brust aus ihrem Angebot entfernt. Das »Streifenshirt ›sheriff‹ mit Knopfleiste«, das an die Zwangskennzeichnung von Juden während der NS-Zeit erinnert, ist »leider nicht mehr verfügbar«, heißt es auf der deutschsprachigen Website von Zara.

Das Hemd war laut Hersteller für Jungen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren gedacht. Wie die Online-Ausgabe der »Jewish Press« berichtet, wurde das T-Shirt in der Türkei hergestellt.

statement In einem knappen Statement teilte die spanische Firma Inditex, Inhaber von Zara, am Mittwoch auf Anfrage mit: »Das erwähnte T-Shirt steht in unseren Läden nicht mehr zum Verkauf. Das Design des T-Shirts war ausschließlich von Sheriff-Sternen aus klassischen Western-Filmen inspiriert.«

Bereits im September 2007 hatte die Modekette eine Handtasche aus dem Verlauf genommen, nachdem ein Kunde bemerkt hatte, dass auf dem Artikel ein Hakenkreuz zu sehen war. Damals hieß es laut einem Bericht der BBC, die Tasche sei von einem externen Hersteller zugeliefert und das Symbol bei der Auswahl des Artikels nicht bemerkt worden. ja

Standpunkt

Braucht es ein Verbot?

Warum gerade Juden einen Social-Media-Stopp für Jugendliche unter 16 Jahren unterstützen sollten

von Daniel Neumann  27.02.2026

Musik

Der große Romantiker: Bruno Mars ist der König des Soul

Das Warten hat sich gelohnt. Mit »The Romantic« zeigt der 40-jährige Künstler mit jüdischem Familienhintergrund, dass er weiter in einer eigenen Liga spielt

von Philip Dethlefs  27.02.2026

Berlin

Wegner: Berlinale darf nicht für Propaganda genutzt werden

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nimmt zum jüngsten Skandal bei den Filmfestspielen Stellung

 27.02.2026

Online-Hass

Hugh Laurie und die Anti-Zionisten

Der britische Filmstar Hugh Laurie wurde zum Ziel von Anti-Zionisten, nachdem er öffentlich um die verstorbene israelische Produzentin Dana Eden getrauert hatte

 27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Interview

»Lachen statt verzweifeln«

Ein Gespräch mit der Meme-Künstlerin ruth__lol über jüdischen Humor, die komische Seite des Antisemitismus und eine Leerstelle in den sozialen Medien

von Joshua Schultheis  26.02.2026

Reaktionen

»Plattform für antisemitische Hetze«: Das sagen Künstler und Politiker zur geplanten Tuttle-Absetzung

Wolfram Weimer will die Berlinale-Chefin nach dem jüngsten Antisemitismus-Skandal absetzen. Das sorgt – so wie die Rede von Abdallah Alkhatib – für kontroverse Diskussionen. Ein Überblick

 26.02.2026

Berlinale

Tom Shoval unterstützt Tricia Tuttle

Der israelische Regisseur schreibt in einem Instagram Post Tuttle sei »eine Person von beispielloser Integrität.«

von Katrin Richter  26.02.2026