Spanien

»Zara«-T-Shirt nicht mehr im Angebot

»Design war ausschließlich von Sheriff-Sternen inspiriert« Foto: screenshot ja

Die Modekette Zara hat nach Protesten ein gestreiftes Kleinkinder-T-Shirt mit einem gelben Stern auf der Brust aus ihrem Angebot entfernt. Das »Streifenshirt ›sheriff‹ mit Knopfleiste«, das an die Zwangskennzeichnung von Juden während der NS-Zeit erinnert, ist »leider nicht mehr verfügbar«, heißt es auf der deutschsprachigen Website von Zara.

Das Hemd war laut Hersteller für Jungen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren gedacht. Wie die Online-Ausgabe der »Jewish Press« berichtet, wurde das T-Shirt in der Türkei hergestellt.

statement In einem knappen Statement teilte die spanische Firma Inditex, Inhaber von Zara, am Mittwoch auf Anfrage mit: »Das erwähnte T-Shirt steht in unseren Läden nicht mehr zum Verkauf. Das Design des T-Shirts war ausschließlich von Sheriff-Sternen aus klassischen Western-Filmen inspiriert.«

Bereits im September 2007 hatte die Modekette eine Handtasche aus dem Verlauf genommen, nachdem ein Kunde bemerkt hatte, dass auf dem Artikel ein Hakenkreuz zu sehen war. Damals hieß es laut einem Bericht der BBC, die Tasche sei von einem externen Hersteller zugeliefert und das Symbol bei der Auswahl des Artikels nicht bemerkt worden. ja

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Deutscher Buchpreis

Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar

Die Auszeichnung würdigt den Roman einer Autorin aus dem Hunsrück. Das gibt der Stadt neuen Anlass, sich mit den verdrängten Kapiteln seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

von Ira Schaible, Sandra Trauner  07.10.2026

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Im Kino

Mutiges Biopic über Österreichs Ex-Kanzler: »Bruno – Der junge Kreisky«

Harald Sicheritz hat ein Biopic gedreht, das die politischen Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, zwischen der Linken an sich und den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren differenziert darstellt

von Sascha Westphal  06.10.2026

Literatur

Neues Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens: Ein eher unbekanntes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte

Displaced Persons Camps der Nachkriegszeit: Sie stehen im Zentrum eines neuen Buches von Holly-Jane Rahlens. »Frostblüten« heißt und erzählt von der Freundschaft der jüdisch-polnischen Estera und der Berlinerin Lotte

von Nina Schmedding  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert