Fussball

»Unsere Eintracht hat eine große jüdische Tradition«

Die Eintracht steht zusammen gegen Judenhass. Foto: imago images/Sven Simon

Nach dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 hat nun ein weiterer Fußball-Bundesligist beschlossen, im Kampf gegen den Antisemitismus die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) anzunehmen.

Präsidium und Vorstand der Eintracht Frankfurt bekannten sich am Donnerstag ausdrücklich dazu, für jüdisches Leben einzutreten und gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vereinspräsident Peter Fischer sagte: »Unsere Eintracht hat eine große jüdische Tradition, schon bei der Gründung des Vereins waren jüdische Frankfurter beteiligt, und in den 1920er-Jahren halfen sie, die Eintracht zu einem Spitzenverein zu formen, der 1932 deutscher Vizemeister wurde.«

Seit vielen Jahren erinnere der Verein mit Workshops für Schulen, Stolpersteinverlegungen, Veranstaltungen und Spurensuche-Projekten an Vereinsmitglieder, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden, betonte Fischer. »Durch die Übernahme der IHRA-Definition möchten wir weiter Verantwortung übernehmen und mit der Unterstützung von mehr als 90.000 Mitgliedern ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus setzen.«

VORBILD Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte in einer Stellungnahme gemeinsam mit dem Beauftragten der Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Frankfurts Stadtkämmerer und Bürgermeister Uwe Becker, das Engagement der Eintracht.

»Wir freuen uns, dass mit Eintracht Frankfurt nun der erste zivilgesellschaftliche Partner im Kampf gegen Antisemitismus in Hessen die IHRA-Definition ebenso übernommen hat und sich die Eintracht dem entschlossenen Handeln gegen jede Form von Antisemitismus verschreibt. Wir hoffen sehr, dass weitere Akteure sich diesem Engagement anschließen werden«, erklärte Bouffier.

Becker lobte das Vorgehen des Klubs als »vorbildhaft auch für andere Vereine und Organisationen im Lande Hessen. Bereits heute verkörpert Eintracht Frankfurt wie kaum ein anderer Verein in Deutschland gelebte Verantwortung im Engagement gegen Antisemitismus.«

Mit der Übernahme der IHRA-Definition werde die Eintracht »Teil des internationalen Eintretens für jüdisches Leben und gegen Judenfeindlichkeit, denn nur gemeinsam können wir den Antisemitismus in unserem Land wie auch insgesamt in Europa und der Welt zurückdrängen.« ja

Giora Feidman

Ton der Seele

Der Klarinettist feierte seinen 90. Geburtstag in der Berliner Philharmonie – eine Doku auf ARTE würdigt sein Lebenswerk

von Maria Ossowski  27.03.2026

TV-Tipp

Arte-Doku über die Komponistin Meredith Monk

Arte zeigt einen Dokumentarfilm über die 1942 geborene New Yorker Komponistin, Choreografin und Regisseurin Meredith Monk. Mit ihren stilisiert naiven Bühnen- und Klangwelten hat sie ein besonderes Werk geschaffen

von Michael Kienzl  27.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

»Sowohlalsauch« oder Wenn das Lieblingscafé schließt

von Katrin Richter  27.03.2026

Schloßbergmuseum

Chemnitz zeigt Fotoausstellung über Mikwen

Ein Fotograf hat die Atmosphäre dieser meist unterirdisch gelegenen jüdischen Orte eingefangen

 26.03.2026

Charles Lewinsky

Melnitz, eine männliche Scheherazade

Der Schweizer Autor legt seinen Protagonisten auf die Couch und lässt ihn das 20. Jahrhundert erzählen

von Ellen Presser  26.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  26.03.2026

Shelly Kupferberg

Die Geschichte von Martha E. aus Schöneberg

In ihrem ersten Roman erzählt die Berliner Autorin von einer Nichtjüdin, die in der NS-Zeit zur stillen Heldin wurde

von Tobias Kühn  26.03.2026

Interview

»Man muss uns nicht gernhaben, aber man soll uns leben lassen«

Die Schoa-Überlebende Eva Erben und der TV-Moderator Günther Jauch sind seit Langem befreundet. Unser Reporter Michael Thaidigsmann hat Erben in Israel besucht und mit beiden gesprochen

von Michael Thaidigsmann  26.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026