Europa League

UEFA verlegt Maccabi-Spiel gegen Istanbul nach Ungarn

Schweigeminute bei Besiktas-Spiel im Oktober 2023 Foto: IMAGO/ANP

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat das nächste Auswärtsspiel von Maccabi Tel Aviv in der Europa League gegen Besiktas Istanbul in die ungarische Stadt Debrecen verlegt. Das Duell des israelischen Teams gegen den Istanbuler Traditionsclub soll nach einem Beschluss der ungarischen Behörden ohne Zuschauer stattfinden, hieß es weiter. 

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind angespannt. Im Zusammenhang mit Israels Kriegsführung im Gazastreifen spricht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan immer wieder von einem »Völkermord« durch Israels Armee. Die Terrororganisation Hamas bezeichnet Erdogan regelmäßig als »Befreiungsorganisation«. Israels Premier Benjamin Netanjahu wird von Erdogan als schlimmer als Adolf Hitler diffamiert und dämonisiert.

Lesen Sie auch

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte es nach der Partie bei Ajax Amsterdam gezielte Angriffe auf israelische Fans gegeben. Die Attacken waren weltweit als antisemitische Gewalt und Pogrome verurteilt worden. Insgesamt waren rund um die Partie 62 Menschen festgenommen worden.

Bereits vor den jüngsten Vorfällen in Amsterdam, bei denen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Hatz auf Maccabi-Fans in Amsterdam gemacht wurde, hatten türkische Behörden klargestellt, dass das Duell nicht in der Türkei ausgetragen werden könne. dpa

Programm

Lebenswille, musikalische Soiree und Fußball unterm Hakenkreuz: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 14. Mai bis zum 21. Mai

 19.05.2026

Analyse

Warum Israel beim ESC so erfolgreich war

Gegen Israels Teilnahme am ESC gab es viele Proteste, doch die Zuschauer stimmten am Ende überaus oft für den Beitrag ab. Wie passt das zusammen? Eine Analyse zum Voting-System, zur Werbung und dem Beitrag selbst

von Daniel Zander  19.05.2026

Kultur

Wer ist »Michelle«? Das Geheimnis hinter Israels ESC-Song

Noam Bettans Lied klingt wie eine Trennungsgeschichte – doch viele interpretieren den Text anders: Als die komplizierte Beziehung des jüdischen Volkes zu Europa

von Sabine Brandes  19.05.2026

New York

Bob Dylan - Der geniale Sonderling

Protestlieder, elektrischer Rock, Country-Alben, religiöse Musik. Die Welt hat ihm einige der einflussreichsten Musikstücke zu verdanken. Eine Ikone wollte er aber nie sein

von Anne Pollmann  19.05.2026

Berlin/Paris

Berliner Fotograf dokumentiert Pariser Juden-Deportation

Lange Zeit unbekannte Fotos zeigen, wie Pariser Juden 1941 ahnungslos einer Vorladung folgten – und in den Abgrund geführt wurden. Was der Harry Croner dabei dokumentierte

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Ehrung ohne Preisträgerin

Nach Knieverletzung: Barbra Streisand sagt Cannes-Besuch ab

In Frankreich wollte sie die Ehrenpalme entgegennehmen. Nun hört die Sängerin und Schauspielerin aber auf ihre Ärzte. Das Filmfestival will die Ikone trotzdem ehren

 18.05.2026

Geburtstag

Bob Dylan wird 85: Genie, Grenzgänger und niemals greifbar

Die berühmte Frage in seinem bekanntestem Song lehnt sich direkt an diese Geschichte an: Wie fühlt es sich an, ohne ein Heim zu sein, wie ein völlig Unbekannter, wie ein rollender Stein?

von Paula Konersmann  18.05.2026

Meinung

Die Israel-Allergie der ARD

Douze Points für Israel - und dann Schweigen

von Guy Katz  17.05.2026