München

»Schutt und Ehre«

NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz Foto: imago/imagebroker

Mit der Installation »Schutt und Ehre« erinnert das Münchner NS-Dokumentationszentrum an den ungeklärten Umgang mit ehemaligen Nazi-Bauten.

Rettungsringe und Fender, die in der Schifffahrt als Abstandshalter zum Schutz der Boothaut dienen, hängen nun bis zum 18. April am Sockel einer der beiden »Ehrentempel«, die 1935 als Teil des neuen nationalsozialistischen Kult- und Machtzentrums am Münchner Königsplatz eröffnet worden waren. Sie wurden 1947 gesprengt, doch die Sockel – von denen einer direkt an das Grundstück des Dokumentationszentrums grenzt – gibt es bis heute.

Sie sind teilweise unter Buschwerk versteckt. »Der natürliche Bewuchs hat die einstigen NS-Kultbauten überdeckt, aber nicht unsichtbar gemacht«, erläuterte das Dokumentationszentrum. Das Projekt von Schulterschluss, einer Initiative des Kabarettisten und Autors Christian Springer, zeige auf, dass es noch immer keine Nutzungsalternative gebe.

»›Schutt und Ehre‹ ist die Sichtbarmachung dieser wichtigen Leerstelle, die durch ihre Ungelöstheit klarmacht, dass das Nachdenken und Reden über Geschichte nie abgeschlossen sein kann«, hieß es zur Erläuterung. dpa

Zahl der Woche

14

Funfacts & Wissenswertes

 01.04.2026

Aufgegabelt

Mazze-Granola

Rezept der Woche

von Katrin Richter  31.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Neues aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter  31.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Pessach im Klassenzimmer oder Was Freiheit bedeutet

von Nicole Dreyfus  31.03.2026

Kolumne

Shkoyach!

Warum Schläge mit der Frühlingszwiebel am Sederabend nicht völkerrechtswidrig sind

von Ayala Goldmann  31.03.2026

»Imanuels Interpreten« (19)

Bette Midler: Das Energiebündel

Sängerin, Comedienne und Schauspielerin mit Persönlichkeit: »The Divine Miss M« ist ein Unikum

von Imanuel Marcus  31.03.2026

München

Urys »Interieur mit Kindern« werden restituiert

Ein Bild mit einer spannenden Geschichte kehrt nun aus Bayern in den Schoß der rechtmäßigen Erben zurück. Vorausgegangen ist eine umfangreiche Provenienzforschung zur Herkunft des Gemäldes

von Barbara Just  30.03.2026

Programm

Führung, Erinnerung und Vorträge: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. April bis zum 16. April

 30.03.2026

Quedlinburg

Feininger-Museum mit Jubiläumsausstellung zur »Blauen Vier«

Quedlinburg bietet mehr als Stiftskirche und Fachwerk: Am Montag wird im Museum Lyonel Feininger eine Sonderausstellung mit Werken der Künstlergruppe »Die Blaue Vier« um Paul Klee und Wassily Kandinsky eröffnet

 30.03.2026