Israel

Schriftsteller A. B. Jehoschua gestorben

Abraham B. Jehoschua (1936–2022) Foto: Flash 90

Israel

Schriftsteller A. B. Jehoschua gestorben

Einer der großen israelischen Literaten ist tot – der Autor erlag im Alter von 85 Jahren einem Krebsleiden

 14.06.2022 09:16 Uhr

Abraham B. Jehoschua, einer der bekanntesten israelischen Schriftsteller, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Dies teilte Israels Präsident Isaac Herzog am Dienstag mit. Er bezeichnete Jehoschua als »einen der größten Schriftsteller und Erzähler des Staates Israel«. Die israelische Nationalbibliothek, die sein Archiv aufbewahrt, beschrieb Jehoschua als Synonym für moderne israelische Literatur.

Der Erfolgsautor wurde 1936 in Jerusalem geboren, wo seine Familie schon seit fünf Generationen lebte. An der Hebräischen Universität studierte er dort Literatur und Philosophie. Von 1963 bis 1967 unterrichtete er in Paris. In den vergangenen Jahren lebte er in der Hafenstadt Haifa im Norden des Landes, wo er auch an der Universität lehrte.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Jehoschuas Werke wurden in rund 30 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen unter anderem Freundesfeuer (2009), Die befreite Braut (2003) und Der Liebhaber (1999).

Sein Roman Die fünf Jahreszeiten des Molcho (1989) wurde zu einem der zehn wichtigsten Bücher Israels gekürt. Für seine literarische Arbeit erhielt Jehoschua zahlreiche Preise, darunter 1995 den Israel-Preis, die höchste Auszeichnung des Landes. dpa

Lesen Sie mehr dazu in unserer Printausgabe am Donnerstag.

»Stefan Raab Show«

RTL löscht »Betrüger-Gen«-Clip über Gil Ofarim

Nach Berichterstattung der »Jüdischen Allgemeinen« reagiert der Privatsender

 03.02.2026

Fernsehen

Empathie im Dschungelcamp: Und dann reicht Gil Ariel die Hand

Die elfte Folge steckte voller Überraschungen

von Martin Krauß  02.02.2026

Kommentar

Antisemitismus im »Safe Place«: Die Kunstakademie Düsseldorf macht’s möglich

Eine Kunstakademie sollte Räume für kritisches Denken öffnen - aber nicht für Ideologien, die Menschenfeindlichkeit salonfähig machen

von Nicole Dreyfus  02.02.2026

Kino

»Disclosure Day«: Steven Spielberg bringt neuen Alien-Film ins Kino

Der jüdische Regisseur legt mit seinem neuen Sci-Fi-Drama ein geheimnisvolles Werk vor, das einen ganz neuen Ansatz verfolgen soll

 02.02.2026

Meinung

Antisemitismus auf Sendung

RTL zeigte ein Video zu einem »Betrüger-Gen« von Gil Ofarim – ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag. Nun wird das Video offline genommen. Doch das ist nur das Minimum an Konsequenzen

von Ayala Goldmann  03.02.2026 Aktualisiert

TV

»Stefan Raab Show« unterstellt Gil Ofarim »Betrüger-Gen«

In seiner »Dschungelcamp«-Nachlese greift der Showmaster in einem Einspieler auf antisemitische Stereotype zurück

von Ralf Balke  02.02.2026

Los Angeles

Jack Antonoff gehört zu den jüdischen Grammy-Gewinnern

Der Sänger, Songschreiber und Produzent aus New Jersey war mehrfach nominiert. Welche Juden gewannen noch?

von Imanuel Marcus  02.02.2026

Fernsehen

»Du bist ein kranker Lügner«

Ariel attackiert Gil Ofarim und Mirja muss raus: So war die zehnte Folge des Dschungelcamps

von Martin Krauß  01.02.2026

»Dschungelcamp«

Gil Ofarim: »Auch ich will ’ne Antwort - vom deutschen Justizsystem«

Musiker Gil Ofarim steht wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit

von Britta Schultejans  01.02.2026