Ausstellung

Russen Juden Deutsche

Am 9. Januar 1991 beschlossen die Ministerpräsidenten der Bundesländer in Absprache mit der Regierung und dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dass jüdisch-russische Emigranten als »Kontingentflüchtlinge« in Deutschland aufgenommen werden.

Alle Personen, die laut russischen Dokumente jüdisch waren, sowie deren nichtjüdische Familienangehörige konnten entsprechende Anträge stellen und eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erwerben. Seither sind rund eine Viertelmillion jüdischer ehemaliger Sowjetbürger in die Bundesrepublik eingewandert und haben das Gesicht der jüdischen Gemeinden nachhaltig verändert.

Kamera Der Fotograf Michael Kerstgens hat seit 1992 diesen Prozess mit der Kamera begleitet. Das Jüdische Museum Berlin präsentiert vom 20. April bis 15. Juli die Fotos im Rahmen der Ausstellung Berlin Transit.

Kerstgens’ Bilder zeigen die sozialen und religiösen Herausforderungen der jüdischen Zuwanderer sowie der Situation der »Alteingesessenen«, dokumentieren religiöse Feiern und gesellschaftliche Aktivitäten der jüdischen Gemeinden, alltägliche Szenen in Übergangswohnheimen und private Momente einzelner Familien. Sie sind, so das Museum, »eine erste visuelle Annäherung an einen Entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen und dessen Ergebnis offen ist«. ja

»Russen Juden Deutsche«. Fotografien von Michael Kerstgens. Jüdische Museum Berlin, bis 15. Juli
http://www.jmberlin.de/kerstgens

Der Katalog zur Ausstellung mit 136 Seiten und 126 Duotonabbildungen ist zum Preis von 29,90 € im Kehrer Verlag erschienen.

Berlin

»Die Zukunft interessiert mich nicht mehr so furchtbar dolle«

Ein Chor von über 90-jährigen Menschen probt erstmals im Jüdischen Museum

von Nina Schmedding  04.09.2026

Kino

»Zur Not machen wir es in einem Badezimmer«

Zum elften Mal findet in Berlin das israelische Filmfestival »Seret« statt. Trotz schwieriger Zeiten denken die Veranstalter nicht daran aufzugeben

von Leon Stork  04.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Musik

»Ein Tribut an David Bowie«

Daniel Donskoy über das gefeierte neue Musical »Rebel Rebel« und das Erbe des legendären britischen Sängers

von Ralf Balke  04.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  04.09.2026

Junge Israelis, die von Beta Israel, äthiopischen Juden, abstammen

Hamburg

2,5 Millionen Euro für Erforschung religiöser jüdischer Handschriften

Sophia Dege-Müller, Expertin für äthiopische Handschriften, erforscht religiöse Handschriften der äthiopischen Juden, der sogenannten Beta Israel. Ihre bis zu 500 Jahre alten Schriften seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden

 03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026