Fernsehen

RTL möchte ungeliebten Wendler bald eleganter verschwinden lassen

In der Kritik: Michael Wendler Foto: imago images/Revierfoto

Nach dem ersten radikalen Herausschneiden von Sänger Michael Wendler aus der Castingshow »Deutschland sucht den Superstar« hofft RTL für kommende Sendungen auf etwas elegantere Lösungen. Die zweite Folge ohne den massiv umstrittenen Ex-Juror sei zwar noch vergleichbar mit der Folge am vergangenen Samstag, erklärte eine RTL-Sprecherin vor der Ausstrahlung am Dienstagabend.

Aber: »Aufgrund der gewonnenen Erfahrung und der längeren Vorlaufzeit hoffen wir, dass wir die zukünftigen Sendungen handwerklich wieder etwas eleganter ausstrahlen können.« Nach wie vor sei dabei oberste Priorität, dass »der vierte Juror« nicht zu sehen und zu hören sei.

RTL hatte sich am vergangenen Mittwoch dazu entschieden, Wendler komplett aus den Folgen zu streichen, die schon sei längerer Zeit aufgezeichnet waren. Der Schlagersänger hatte Deutschland zuvor wegen der Anti-Corona-Maßnahmen im Messangerdienst Telegram als »KZ« bezeichnet. Angeblich sei »KZ« eine Abkürzung für »Krisen Zentrum« gewesen, hatte er später auf Instagram behauptet.

Die Schnittarbeiten von RTL waren nicht ganz einfach und standen unter großem Zeitdruck. In der Folge am Samstag waren am Jury-Platz von Wendler zum Beispiel nur Schemen zu erkennen. Mittels Bildbearbeitung war der 48-Jährige völlig unkenntlich gemacht geworden. Sprechblasen ersetzten Wortmeldungen von ihm. Ganze Sequenzen wurden auch einfach gelöscht. dpa

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026