Medien

Pulitzer-Preis für Berichterstattung über Synagogen-Anschlag

Bei dem Massaker im Oktober 2018 auf die Synagoge »Tree of Life« während des Schabbat‐Gottesdienstes hatte der Täter elf Menschen ermordet. Foto: dpa

Zeitungsartikel über das Hochschulmassaker in Parkland in Florida und zum Attentat auf die »Tree of Life«-Synagoge in Pittsburgh in Pennsylvania sind mit dem diesjährigen Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Insgesamt wurden am Montagabend in New York Journalisten von elf Zeitungen, Nachrichtenagenturen und Online-Publikationen geehrt.

Jeweils zwei Preise gingen an die »Washington Post« und die »New York Times« sowie an die Nachrichtenagentur Reuters. Der in 21 Kategorien vergebene Pulitzer-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen der Welt im Journalismus.

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MASSAKER In der Königskategorie »Dienst an der Öffentlichkeit« (Public Service) ehrten die Juroren die »South Florida Sun Sentinel«. Die Lokalzeitung habe Verfehlungen von Behörden beim Massaker in der »Marjory Stoneman Douglas«-Schule in Florida aufgedeckt. Bei der Bluttat im Februar 2018 hatte ein junger Mann 17 Schüler und Lehrer erschossen.

Die »Pittsburgh Post-Gazette« erhielt den Pulitzer-Preis in der Kategorie »Aktuelle Berichterstattung« für mitfühlende Beiträge über das Massaker in der »Tree of Life«-Synagoge im Oktober 2018. Der antisemitisch motivierte Täter Robert Bowers hatte damals die Synagoge während des Schabbat-Gottesdienstes gestürmt, elf Menschen ermordet und sechs Personen verletzt. »Alle Juden müssen sterben«, hatte er während des Attentats gebrüllt.

Der antisemitisch motivierte Täter hatte die Synagoge während des Schabbat‐Gottesdienstes gestürmt, elf Menschen ermordet und sechs Personen verletzt.

Reporter der »New York Times« gewannen den Preis in der Kategorie »Hintergrundberichterstattung« für Artikel über die Finanzen von US-Präsident Donald Trump. Der zweite Pulitzer-Preis für die »Times« würdigte Editorials über die Polarisierung in den USA. Das »Wall Street Journal« erhielt den Preis in der Kategorie »Nationale Berichterstattung« für Artikel über Trumps geheime Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen.

nachrichtenagenturen Die Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters teilten sich den Pulitzer-Preis für internationale Berichterstattung. Die AP erhielt die Auszeichnung für Texte über die Morde beim von Präsidenten Rodrigo Duterte ausgerufenen »Krieg gegen Drogen« auf den Philippinen. Bei Reuters wurden die Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo geehrt für Beiträge über die Vertreibungen der Rohingya in Myamar. Wa Lone und Kyaw Soe Oo sind seit 2017 in Myanmar inhaftiert.

Der von dem aus Ungarn stammenden jüdischen US-Zeitungsverleger Joseph Pulitzer gestiftete Preis wurde in diesem Jahr zum 103. Mal vergeben. Der Pulitzer-Rat setzt sich aus Journalisten, Verlegern und Akademikern zusammen.  epd/ja

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