Bad Rappenau

Prinzessin Leias goldener Bikini kommt ins passende Museum

Carrie Fisher neben einer Wachsfigur, die die Schauspielerin in ihrer Paraderolle in »Star Wars« zeigt. Foto: picture alliance / Photoshot

Für einen Preis von umgerechnet rund 162.000 Euro (175.000 Dollar) hat das BikiniARTmuseum im baden-württembergischen Bad Rappenau einen goldenen Bikini aus der Star-Wars-Filmreihe ersteigert. Getragen hat ihn die 2016 verstorbene Schauspielerin Carrie Fisher als Prinzessin Leia im sechsten Teil der Reihe, »Die Rückkehr der Jediritter«.

Das Museum für Bademode und Badekultur habe bei einer Fernschalte vor einer Woche mitgesteigert, als Heritage Auctions in Dallas (USA) über 506 Raritäten aus Hollywoodproduktionen wie »Star Trek« und »Star Wars« angeboten hatte, teilte das Museum am Freitag mit.

Spektakulärer Einzug des BHs geplant

Man plane gemeinsam mit der »Star Wars«-Clubszene einen »spektakulären Einzug« wenn der goldene Bikini nach Bad Rappenau kommt, kündigte das Museum an. Der goldene Bikini kann dann neben Originalen von Marilyn Monroe, Esther Williams, Elizabeth Taylor, Amy Winehouse und dem berühmten Baywatch-Duo Pamela Anderson und David Hasselhoff bewundert werden.

Das BikiniARTmuseum in Bad Rappenau öffnete vor vier Jahren. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt es etwa 400 Bademoderaritäten von 1870 bis heute. Als herausragend gilt die Louis-Réard-Sammlung, also Exponate vom Erfinder des Bikinis. Hinzu kommen etwa 300 themenbezogene Kunstwerke.

Fisher besuchte regelmäßig die Synagoge

Zu ihrem jüdischen Vater, dem Sänger Eddie Fisher, hatte die Schauspielerin keinen Kontakt. Dieser hatte die Familie früh verlassen, um die Schauspielerin Elizabeth Taylor zu heiraten. Das Einzige, das er ihr indirekt mit auf den Weg gegeben habe, sei das Judentum gewesen, so Fisher. Sie erinnere sich, wie ihr Vater in der Synagoge betete und sang, was sie stark beeinflusst habe. In Los Angeles besuchte sie regelmäßig den Gottesdienst. »Die Kerzen an Schabbat und die Dankbarkeit fürs Leben – ich finde das wunderschön.«

Fisher ist 2016 im Alter von 60 Jahren an den Folgen eines schweren Herzanfalls in Los Angeles gestorben. epd/ja

London/Los Angeles

Unerwarteter Ticket-Boom: Royal Ballet bedankt sich bei Timothée Chalamet

Nach kritischen Bemerkungen des Hollywood-Stars steigen Reichweite und Ticketverkäufe in der Oper- und Ballett-Welt deutlich

 15.04.2026

London

Boy George unterstützt Israel online und erntet dafür Hass-Kommentare

»Es ist gerade sehr trendy, Israel zu hassen. Aber ich habe immer gesagt: ›Mode ist für die Zerbrechlichen, Stil für die Mutigen‹«, schreibt das Multitalent. Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten

 14.04.2026

Essay

Schoa-Erinnerung ohne Juden

Gunda Trepp über ihren verstorbenen Ehemann Leo Trepp, die Vereinnahmung der Schoa und Wege jüdischen Erinnerns

von Gunda Trepp  14.04.2026

Hollywood

Scarlett Johansson: Rollen für Frauen heute besser

Wenn sie auf ihre Zwanziger zurückblickt, spricht die jüdische Schauspielerin von einer harten Zeit. Frauen hätten viel weniger interessante Rollenangebote bekommen als heute. Was ihr Ausweg war

 14.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026