NS-Raubkunst

Preußenstiftung gibt zwei Kunstwerke an Fuld-Erben zurück

Gemälde des italienischen Malers Giovanni di Paolo (1403–1482) Foto: dpa

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin hat zwei mittelalterliche Kunstwerke an die Erben des jüdischen Unternehmers Harry Fuld senior zurückgegeben. Dabei handelt sich um sogenannte Predellentafeln, die Bebilderung des Sockels eines Altars.

gemäldegalerie Die Tafeln waren bisher in der Gemäldegalerie ausgestellt und stammen von Giovanni di Paolo, wie die Stiftung dazu am Donnerstag erklärte.

Die Museen hatten die beiden Tafeln 1940 demnach über einen Kunsthändler erworben. Laut der Preußenstiftung kann ausgeschlossen werden, dass der Verkauf ohne die Herrschaft der Nationalsozialisten so verlaufen wäre, wie dies tatsächlich geschehen ist. Daher habe sich die Stiftung zur Rückgabe im Sinne der Washingtoner Prinzipien von 1998 entschlossen. Diese regeln den Umgang mit NS-Raubkunst.  dpa

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026