Auszeichnung

Point-Alpha-Preis für Wolf Biermann

Wolf Biermann beim Komponieren Foto: Marco Limberg

Der Liedermacher und ehemalige DDR-Dissident Wolf Biermann wird mit dem diesjährigen Point-Alpha-Preis des Kuratoriums Deutsche Einheit geehrt. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihm am 17. Juni in der Gedenkstätte Point Alpha in Rasdorf verliehen, teilte die Point-Alpha-Stiftung mit.

Die Laudatio soll Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) halten. Der 1936 in Hamburg geborene Biermann erhielt bereits zahlreiche Ehrungen, unter anderem den Deutschen Nationalpreis (1998) und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin (2007).

Freiheit Die Präsidentin des Kuratoriums Deutsche Einheit, Christine Lieberknecht, würdigt Wolf Biermann als einen »Künstler und leidenschaftlichen Streiter für Frieden und Freiheit, der unbeeindruckt von ideologisch festgezurrten Lügen sich über die Jahrzehnte seines Lebens treu geblieben ist«. Mit den unbequemen Wahrheiten in seinen Liedern und literarischen Texten sei er ein »unerbittlicher Verfechter unserer Demokratie und westlichen Werte-Gemeinschaft«.

Biermanns Ausbürgerung aus der DDR im November 1976 war eines der prägendsten Ereignisse für die DDR-Opposition und gilt als Initialzündung für eine zunehmend offene Kritik am SED-Regime, erklärte die Point-Alpha-Stiftung weiter.

Sein Lebenslauf sei zugleich ein einzigartiger Spiegel der deutschen Geschichte. So habe Biermann das unvorstellbare Leid und Elend des Zweiten Weltkrieges erlebt, verursacht durch die nationalsozialistische Barbarei.

DDR Geprägt wurde er durch die Erfahrung des - im Ergebnis leider erfolglosen – überzeugten politischen Widerstandes; durch die deutsche Teilung; die Spannungen zwischen Ost und West; die Hoffnung auf eine bessere sozialistische DDR und die Enttäuschung dieser Hoffnung, hieß es weiter.

Auch nach seinem Protest gegen die Herrschenden im SED-Staat und die Ausbürgerung aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland habe sich Biermann bis heute seinen bleibenden Widerspruchsgeist bewahrt und agiere damit als Brückenbauer im ehemals geteilten Land. epd

www.pointalpha.com

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Cannes

Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

Das Programm der Filmfestspiele ist vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Ein Beitrag außerhalb des Wettbewerbs sorgte für Überraschungen

von Patrick Heidmann  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Aufgegabelt

Schawuot: Käse-Bourekas

Rezepte und Leckeres

 21.05.2026

Berlin

Daniel-Ryan Spaulding: Pro-israelischer Comedian aus Kanada in Deutschland

»Wenn wir Freiheit, Demokratie und säkulare Werte verteidigen wollen, dann sollten wir alle an der Seite Israels stehen«, sagt der Künstler, der auch zum Aktivisten wurde

von Imanuel Marcus  21.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026

Leipzig

Ausstellung zu jüdischem Leben und Bach

Johann Sebastian Bach hat sehr wahrscheinlich keine persönlichen Kontakte zu Jüdinnen und Juden gepflegt. Doch seine Werke wurden schon im 18. Jahrhundert von der jüdischen Community aufgeführt und verbreitet

von Katharina Rögner  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026