Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Marina Weisband Foto: imago

Barbra Streisand hat vergangene Woche beim Women’s March in Los Angeles eine Rede gehalten. Begleitet von Jubelrufen und Applaus sprach die amerikanische Sängerin und Schauspielerin darüber, was sie an Donald Trump ängstige. »Die Wahrheit gehört zum Wesen der Demokratie. Doch der neu gewählte Präsident scheint sich wenig darum zu kümmern«, so Streisand. Sie sorge sich insbesondere um die Kinder, denn diese würden lernen, dass es zum guten Ton gehöre, zu lügen, sich nicht zu entschuldigen und keinerlei Mitgefühl zu entwickeln.

Harvey Weinstein ist nicht nur einer von Hollywoods erfolgreichsten Filmproduzenten, sondern wird demnächst auch etwas für die berufliche Karriere der ehemaligen »First Daughter« tun. Denn Malia Obama soll, so berichtet »The Hollywood Reporter«, ab Februar die neue Praktikantin im New Yorker Büro der Weinstein Company werden. Dort wird Malia wohl mehr zu tun haben als nur Kaffee kochen – die 18-Jährige hatte schon Gelegenheit, bei Lena Dunhams Fernsehserie Girls reinzuschnuppern und sich am Set von Halle Berrys Extant umzusehen.

Marina Weisband erlebt ganz aktuell, »wie Sexismus funktioniert«. Die frühere Piraten-Politikerin ist seit Kurzem Mutter und sieht Frauen bei der Elternrolle deutlich benachteiligt. Wenn sie sich um Tochter Amalia kümmere, gelte dies als normal. Wenn es ihr Mann tue, werde er bewundert: »Bei Männern heißt das Babysitten.« Obwohl die 29-jährige Psychologin offiziell kein politisches Amt bekleidet, ist sie gut beschäftigt. Ihre ehemalige Partei hat sie zur Bundesversammlung delegiert. Am 12. Februar wird sie den Bundespräsidenten mitwählen – und Stillkind Amalia wird dabei sein: »Mein Mann muss sie mir dann eben alle zwei Stunden bringen.«

Uri Geller hat wirklich übersinnliche Kräfte. Das enthüllte kürzlich ein von der CIA freigegebener Geheimbericht. Danach soll der als »Löffel-Verbieger« bekannte Magier und Mentalist 1973 an die Stanford University eingeladen worden sein, wo sich Wissenschaftler des US-Geheimdienstes anhand von Experimenten ein Bild von den hellseherischen und telekinetischen Fähigkeiten des gebürtigen Israelis machten. Ihr Fazit: »Geller hat auf unzweifelhafte Weise bewiesen, dass er ein paranormales Wahrnehmungsvermögen besitzt.« bp/kat

Glosse

Der Rest der Welt

Es war der Sommer 1987, und fast immer sah ich »Dirty Dancing«

von Margalit Edelstein  30.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  30.08.2026

Hessen

Antisemitismusbeauftragter kritisiert Berufung von Maha El Hissy in Jury des Deutschen Buchpreises

Uwe Becker charakterisiert die Literaturkritikerin als »Multiplikatorin israelfeindlicher Stereotype« und hofft auf ihre Abberufung

 30.08.2026

70 Jahre »Bravo«

Dr. Sommers Vermächtnis

Von 1969 bis 1984 war der Arzt Martin Goldstein »Dr. Sommer«, einer der wohl berühmtesten Ratgeber, den der deutsche Journalismus je hatte

von Hanna Persson  28.08.2026

Musik

Abschied von Berlin

Sharon Brauner über ihr neues Lied » Kind dieser Stadt« und warum die Urberlinerin ihre Heimat verlassen will

von Jan Feldmann  28.08.2026

Musik

Tagebuch in Tönen

In seiner Biografie »Idylle und Vertreibung« über Robert Kahn erinnert Reinhard Wulfhorst an einen außergewöhnlichen deutsch-jüdischen Komponisten

von Maria Ossowski  28.08.2026

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Schoa-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  27.08.2026

Bremer Kunsthalle

Bremen

Auszeichnung für künstlerische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen

Die Künstlerin Annette Kelm wird mit dem 50. Pauli-Preis geehrt. Ihre Fotoserie »Die Bücher« zeigt Cover von Werken, die von den Nazis verboten und verbrannt wurden

 27.08.2026

MARKK Museum am Rothenbaum

Hamburg

Ausstellung zum Bild vom Judentum

Welches Bild hat das Hamburger Museum MARKK vom Judentum vermittelt? Welche Rolle spielte es in der NS-Zeit? Eine Ausstellung will diese Fragen beantworten

 27.08.2026