Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Matthew Weiner hat auf dem Toronto International Film Festival seinen neuen Film You are here vorgestellt. Der Macher der Kult-Serie Mad Man beschreibt darin die Geschichte eines Meteorologen aus dem US-Bundesstaat Maryland, der eine Farm erbt. Der Streifen ist gut besetzt: Neben Owen Wilson (Starsky & Hutch) spielt auch Zach Galifianakis (Hangover) mit.

Maxim Biller blickt skeptisch auf die Bundestagswahl und findet, dass Deutschland gerade »auf dem Stand der vergehenden Spät-DDR« ist – zumindest »intellektuell, kulturell und politisch«. Das sagte der Autor der Wochenzeitung Die Zeit, die in ihrer Ausgabe in der vergangenen Woche 48 Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur nach ihrer Wahlabsicht gefragt hatte. Biller empfindet die Lage nicht nur als »schlecht«, sondern auch als »überhaupt nicht witzig«. Außerdem vermisst der 53-Jährige wütende Studenten und aufregende Diskussionen.

Gwyneth Paltrow gibt nicht nur Ernährungstipps, sondern engagiert sich auch mit Nadel und Faden. Die amerikanische Schauspielerin soll angeblich mit der britischen Designerin Stella McCartney eine gemeinsame Kollektion herausbringen. Ein kleiner Vorbote der neuen Kollektion McCartneys wurde schon mal auf der Lifestyle-Plattform www.goop.com für den 13. September angekündigt. Auf jeden Fall wird bestimmt alles nachhaltig und fair gehandelt sein, denn sowohl McCartney als auch Paltrow sind überzeugte Umweltaktivistinnen.

Avi Primor hat bei der Verleihung des renommierten Theodor-Wolff-Journalistenpreises die Laudatio für den Publizisten Alfred Grosser gehalten, der den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt. Primor würdigte in seiner Rede Grossers frühzeitiges Engagement gegen den Gedanken einer deutschen »Kollektivschuld« am Zweiten Weltkrieg. Der Publizist habe damit einen Beitrag geleistet, den Hass zwischen den Völkern abzubauen. Grosser sei zeitlebens »gegen den Strom geschwommen«. kat

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026