Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Rachel Salamander wird zum 1. Oktober Kulturreferentin des neuen FAZ-Literaturforums. Das berichtet die Frankfurter Tageszeitung in ihrer Online-Ausgabe vom Montag. Salamander, die seit 1982 die Literaturhandlungen in München und Berlin betreibt und zwölf Jahre lang Herausgeberin der »Literarischen Welt« bei der »Welt« war, solle auch den Juryvorsitz des »Marcel-Reich-Ranicki-Preises für literarische Kritik und Essay« übernehmen.

Bar Timor freut sich auf Berlin. Der 21-jährige Israeli, der in der kommenden Saison beim Basketballklub Alba Berlin Körbe werfen soll, will neben seinem Sport vor allem Deutsch lernen. Das sei, sagte er der Bild-Zeitung, gut, um Teil des Teams zu werden. Aber auch auf das Nachtleben sei er gespannt. Timor liebe Orte, in denen nach 22 Uhr keine »tote Hose« sei. Dann ist er in der Hauptstadt ja richtig.

Wladimir Kaminer hat ein neues Buch geschrieben. Diesseits von Eden, das Ende August als Buch und Hörbuch erscheinen soll, spielt weder im Prenzlauer Berg noch in der Küche, sondern im Garten des Schriftstellers. Kaminer, der im rbb-Sender Radio Eins als »Sommergast« eingeladen war, schwärmte davon, wie schön das Landleben fernab vom stressigen Berlin sei. Kaminer lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in dem kleinen Ort Glücklitz.

Marcel Reich-Ranicki geht es wieder besser. Der 93-jährige Literaturkritiker, der vor einem Monat mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus kam, habe, sagte sein Sohn Andrew der Bild am Sonntag, den kritischen Punkt überstanden. Er hoffe, dass sein Vater das Hospital bald verlassen könne.

Sir Cliff Richard hat israelischen und arabischen Kindern eine große Freude gemacht. Der britische Sänger, der in der vergangenen Woche zwei Konzerte in Tel Aviv gegeben hatte, besuchte die von ihm unterstützte Nazareth Tennis School. Das begeisterte nicht nur die Schüler, sondern auch Sir Richard selbst. Wenn arabische und jüdische Kinder zusammen Tennis spielten und dabei lernten, kameradschaftlich und selbstbewusst zu sein, könne das nur gut für die Zukunft sein, sagte der 72-Jährige Sänger nach dem Besuch. kat

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

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Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026